Litauen

Partnerschaft seit 1993

Seit 1993 besteht die Partnerschaft zwischen dem Kolpingwerk Litauen und dem Diözesanverband Trier. Besiegelt wurde sie zwischen dem damaligen Vorsitzenden des Gebietsverbandes Saarbrücken, Klaus Bauer, und dem Zentralsekretär des Kolpingwerkes Litauen, Gintaras Grachauskas, in Schmelz–Außen. Ziel war die Unterstützung des Kolpingwerkes in Litauen mit Hilfsgütern (vornehmlich Kleidern) und die Förderung des Korbweidenprojektes der Kolpingfamilie Darsuniskis.

Mehrere Transporte nach Litauen wurden durchgeführt. Klaus Bauer fuhr 1995 selbst mit einem Transport in unser baltisches Partnerland und nutzte diese Gelegenheit, um einer dortigen Kolpingfamilie persönlich ein neues Banner überreichen.

Im Jahr 1996 wurde mit Unterstützung aus dem DV Trier die Kolping University of Applied Sciences (Kolpingo Kolegija) gegründet, das sich in der Altstadt von Kaunas befindet. Hier können junge Menschen in verschiedenen Fächern einen Bachelor-Abschluss erwerben. Mit finanzieller Unterstützung aus Deutschland erhalten Studenten und Studentinnen aus sozial und wirtschaftlich benachteiligten Familien ein Stipendium für die Hochschule

Eine Vertiefung erfuhr die Partnerschaft mit Litauen im Jahre 2001 mit dem Besuch der neuen Nationalsekretärin Lina Kalibataitė in St. Wendel. Bereits 2002 brach eine vierköpfige Delegation aus dem Saarland nach Litauen auf, um die Situation des litauischen Kolpingwerkes vor Ort kennen zu lernen.

Der Landesvorsitzende, Andreas Heinrich, der Gebietsvorsitzende Hans-Werner Luther, der Beauftragte für die "Eine Welt Arbeit" im Gebiet Saar, Hermann Ott, sowie die Bildungsreferentin Dr. Doris Weirich besuchten mehrere Kolpingsfamilien und konnten sich von der Sinnhaftigkeit und Effektivität der Arbeit der Kolpingsfamilien in Litauen überzeugen. Im Vordergrund stand und steht nach wie vor die Arbeit mit Jugendlichen und jungen Familien. Aber auch die Arbeit mit behinderten und alten Menschen spielt in den städtischen Bereichen eine große Rolle. Mit der Kolping Hochschule in Kaunas wurde ein Vereinbarung getroffen, dass der Gebietsverband deren Bildungsarbeit jährlich mit einem Betrag von ca. 1.000 € unterstützt. Diese Hilfe kommt ausweislich der Verwendungsnachweise sozial schwachen Menschen zu gute, unabhängig ihrer Religions- und Verbandszugehörigkeit. Die hierzu benötigten finanziellen Mittel kamen und kommen aus Spenden von Kolpingsfamilien und vom Erlös aus dem Verkauf überschüssiger Kleider an die Kolping - Recycling GmbH in Fulda.

Im Jahre 2002 waren 25 Mitglieder litauischer Kolpingsfamilien Gäste in St. Wendel. Sie nahmen an der Wallfahrt zu den Reliquien des heiligen Wendelin teil, lernten Sehenswürdigkeiten im Saarland, die Bistumsstadt Trier sowie die Hauptstadt unseres Nachbarlandes Luxemburg kennen.

2003 feierte das litauische Kolpingwerk sein 10jähriges Bestehen. Eine Delegation von 10 Mitgliedern des Bezirksverbandes Saarbrücken und zwei Mitgliedern aus dem DV Speyer nahm an den Feierlichkeiten in Kaunas teil. Dabei wies der deutsche Botschafter auf die Bedeutung der Partnerschaften deutscher und litauischer Kolpingsfamilien hin. Auf dem "Berg der Kreuze", einer litauischen Wallfahrtsstätte, vergleichbar mit Lourdes oder Fatima, wurde gemeinsam ein Kreuz errichtet.

Die Partnerschaft zwischen dem Kolpingwerk Litauen und dem Kolpingwerk DV Trier zeichnet sich durch ein hohes Engagement und persönlichen Kontakt der litauischen Partner und dem Kolpingwerk Trier – Gebietsverband Saarbrücken aus. Für die Zukunft wünschen wir uns ein Fortbestehen der Erfolge und einen lebhaften Ausbau der bilateralen Partnerschaft auf Augenhöhe.