Partnerschaften auf Augenhöhe

"Wir bauen an der einen Welt",
heißt es im Leitbild des Kolpingwerkes Deutschland. Kolping arbeitet mit Menschen in und aus verschiedenen Regionen der Erde ideell, personell und materiell zusammen. Kolping ist durch partnerschaftliche Kontakte und Projekte mit Menschen aus vielen Ländern verbunden. Im Internationalen Kolpingwerk ist hierdurch ein enges Netz von Beziehungen entstanden, wobei wir die Begegnung junger Menschen besonders fördern.

Das Kolpingwerk ist ein internationaler Verband und will als familienhafte Gemeinschaft über alle Grenzen hinweg Verantwortung übernehmen. Diese internationale Solidarität lebt der Diözesanverband Trier insbesondere in der Partnerschaftsarbeit mit dem Kolpingwerk Bolivien und Litauen. Darüber hinaus engagiert sich der Diözesanverband bei besonderen Notsituationen (z. B. Tsunami, Erdbeben in Bolivien) und baut bei all diesen Aktivitäten auf die unterstützende Hilfe seiner Kolpingsfamilien im Bistum Trier und auf Spenden seiner Mitglieder und Einzelpersonen.


Partnerschaftsarbeit bei Kolping

Das Kolpingwerk war bereits zu Adolph Kolpings Zeiten international. In den letzten 30 Jahren hat es sich weltweit verbreitet. Kolpingfamilien gibt es heute in mehr als 60 Ländern der Erde.
Diese globale Ausweitung des Kolpingwerkes ging oft einher mit dem Aufbau von Hilfsprojekten in Ländern des globalen Südens. Nach Überwindung des Entwicklungshilfe-Gedankens der 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts, verstehen wir uns heute als gleichberechtigte Partner auf dem selben Weg in eine gerechte Zukunft.
So unterhält das Kolpingwerk ein weltweites Netz von Partnerschaften und Projekten. Die Partnerschaftsarbeit wird in erheblichem Maße von den Kolpingsfamilien und den Diözesanverbänden geleistet. Dabei ist es unser Ziel einander auf gleicher Ebene zu begegnen und unseren Partner mit Respekt gegenüber zu treten und ihre Bedürfnisse wahrzunehmen.
Unser "Partnerschaftsansatz" ist dabei nicht die direkte "Nothilfe" sondern immer die Förderung längerfristig tragender Projekte. Zugleich legen wir Wert auf überschaubare Kleinprojekte, die überwiegend bei örtlichen Kolpingsfamilien und deren Selbsthilfegruppen angesiedelt sind. Hilfe zur Selbsthilfe verstehen wir unter dem Gedanken, dass unsere Partner vor Ort alle Projekte begleiten, ihren Anteil mit einbringen und für die Nachhaltigkeit dieser Maßnahmen sorgen.


Partnerschaftsarbeit im DV Trier

Das Kolpingwerk im Diözesanverband Trier pflegt seit 1980 eine Partnerschaft mit dem Kolpingwerk Bolivien. Unter dem Motto „Partnerschaft auf Augenhöhe“ tragen Projekte und Institutionen des bolivianischen Kolpingwerkes dazu bei, die Lebensumstände der Menschen dort nachhaltig zu verbessern. Das vielseitige Engagement der Ehrenamtlichen im DV Trier, der ständige Informationsaustausch, schriftliche und persönliche Kontakte nach Bolivien, sowie gegenseitige Besuche stärken bis heute diese lebendige Partnerschaft.
Zusätzlich zum Engagement mit den Partnern in Bolivien pflegen Kolpingsfamilien aus dem Gebietsverband Saarland seit 1995 eine Partnerschaft zum Kolpingwerk Litauen. Durch gegenseitige Besuche und durch großzügige Spenden konnte der Bau des Kolping-Kollegs in Kaunas unterstützt werden. Diese Arbeit wird zukünftig auf den gesamten Diözesanverband ausgedehnt und ausgebaut.


Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Internationalen Partnerschaften

Im Diözesanfachausschuss Lebendige Internationale Partnerschaft (LIP) engagieren sich sieben Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ehrenamtlich für unsere Partnerprojekte in Litauen und Bolivien. Die Beauftragte für internationale Partnerschaften ist Martina Linden. Mitglieder des Diözesanfachausschusses LIP informieren Sie gerne bei Veranstaltungen über die internationale Partnerschaftsarbeit des Kolpingwerkes im DV Trier.

Veranwtortlich für die "Eine Welt Arbeit" ist Bildungsreferentin Petra Heusler.

Zudem beherbergt das Kolping-Bildungswerk die Stelle als Fachpromotorin für Partnerschaften in Kooperation mit dem Entwicklungspolitischen Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz (ELAN e.V.). Fachpromotorin ist Barbara Scharfbillig.