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Nachrichten

  • Information des VDD - Berechnung von Lizenzgebühren durch die GEMA

    In den letzten Wochen sind beim Verband der Diözesen Deutschlands vermehrt Rückmeldungen und Nachfragen zu einzelnen Rechnungen der GEMA eingegangen. Eine Prüfung der diesen Rechnungen zugrundeliegenden Veranstaltungen hat gezeigt, dass dabei vielfältig Lizenzgebühren für die Musiknutzung bei Veranstaltungen in Rechnung gestellt wurden, die bereits über den zwischen dem VDD und der GEMA bestehenden Veranstaltungsvertrag pauschal vergütet sind.

    Auffällig ist insbesondere, dass für Konzerte der Ernsten Musik, der liturgischen Musik und Konzerte mit Gospelgesang kirchlichen Veranstaltern eine Lizenzgebühr berechnet wurde. Solche Musikaufführungen sind zwar melde-, nicht aber vergütungspflichtig. Diese Konzerte sind durch die jährlich durch den VDD zu zahlende Pauschalvergütung bereits vergütet, und zwar unabhängig davon,  ob von den Besuchern der Veranstaltung Eintritt verlangt wird oder nicht.

    Daneben sind kirchliche Veranstalter in letzter Zeit häufig mit Rechnungen für Filmaufführungen befasst gewesen. Der Vertrag zwischen dem VDD und der GEMA ist sehr veranstaltungsbezogen. Das heißt: Veranstaltungen wie Pfarrfeste, Jugendabende oder auch Seniorenveranstaltungen sind nicht gebührenpflichtig, unabhängig von der Wahl des Übertragungsgerätes. Filmaufführungen bei diesen Veranstaltungen sind ebenso wenig lizenzpflichtig wie die Nutzung von CD- oder MP3-Playern oder anderer Medien, die zur Übertagung von Musik genutzt werden. 

    Das Merkblatt zum Pauschalvertrag sowie den Fragebogen zur Anmeldung einer Veranstaltung könnt ihr hier abrufen.

    Bitte überprüft ihr bevor ihr eine Rechnung der GEMA begleichen anhand des Merkblattes und des Fragebogens, ob die Veranstaltung tatsächlich vergütungspflichtig ist. Überprüft bitte auch bereits geleistete Zahlungen an die GEMA auf ihre Rechtmäßigkeit anhand des Merkblattes und des Fragebogens. Bereits geleistete Zahlungen können von der GEMA zurückgefordert werden, wenn die betroffene Veranstaltung durch den Veranstaltungsvertrag pauschal abgegolten ist.

  • Eine Wahl mit bitterem Beigeschmack

    An diesem Dienstag hat das Europäische Parlament Ursula von der Leyen zur Präsidentin der Europäischen Kommission gewählt. Damit hat sich eine Mehrheit der Abgeordneten für eine Kandidatin ausgesprochen, die bei den Wahlen zum Europäischen Parlament keine Rolle spielte. Die Kolpingjugend Deutschland sieht die Entwicklungen, die in den vergangenen Wochen zur Nominierung der neuen Präsidentin geführt haben, kritisch und lehnt eine Politik der Hinterzimmer entschieden ab.

    Die Erklärung finden Sie hier:

  • Die Klimafrage ist auch eine soziale Frage

    Für das Kolpingwerk Deutschland hängen das Wohl des Planeten und damit die Bewahrung der Schöpfung von der Klima- und Umweltpolitik ab.

    Dazu hat der Bundesvorstand des Kolpingwerkes Deutschland nun eine Erklärung veröffentlicht. Schon Ende Dezember 2015 hatte das Kolpingwerk Deutschland aus Anlass der Pariser Klimakonferenz erklärt, dass die Industrie- und Schwellenländer, die den Klimawandel maßgeblich verursachen, ihren Zusagen nachkommen müssen, die Erderwärmung einzudämmen (mehr dazu). In der Diskussion um die Kohlenstoffdioxid-Abgabe hat das Kolpingwerk Deutschland nun mit Bedauern festgestellt, dass die Bundesregierung ihre eigenen für 2020 gesteckten Ziele nicht einhalten wird. Der nationale Klimaschutzplan 2050 sieht vor, dass die Kohlendioxidemissionen bis 2020 um 40 Prozent – gemessen am Referenzjahr 1990 – gesenkt werden. Nach vorliegenden Prognosen wird dieses Ziel deutlich verfehlt, und selbst die weniger ambitionierten Klimaziele der Europäischen Union werden vermutlich nicht erreicht. Es fehlt an einem umfassenden Konzept mit geeigneten Steuerungsinstrumenten, um die nationalen und europäischen Klimaziele umzusetzen.

    Mit Blick auf den Koalitionsvertrag der Bundesregierung soll ein Klimaschutzgesetz auf den Weg gebracht werden. Wesentlicher Bestandteil eines solchen Gesetzes muss aus Sicht des Kolpingwerkes eine sozial ausgewogene und umfassende Belastung von Kohlendioxidemissionen sein. Bei Produzenten und Verbrauchern sollte gleichermaßen ein Bewusstsein dafür entsteht, dass ihr individuelles Handeln Rückwirkungen auf das Klima hat. Die Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen dürfen nicht unverhältnismäßig stark belastet werden.

    Die Bundesregierung ist gefordert, sowohl die nationalen Klimaziele konsequent einzuhalten als auch auf europäischer Ebene Impulse zu setzen. Es gilt, schnell und zugleich besonnen auf die großen Klimaveränderungen, die sich in Europa, aber auch weltweit ergeben, zu reagieren. Hierbei muss Deutschland seiner besonderen Verantwortung gerecht werden.

    Die Erklärung im Wortlaut liest Du hier.

    Bild: pixabay.com

  • Noch wenige Plätze bei der Jugendpolitische Praxiswoche in Berlin

    Vom 24. bis 29. November findet die Jugendpolitische Praxiswoche in Berlin statt. Es sind noch wenige Plätze frei. Meldet Euch jetzt an!

    Bist Du zwischen 18 und 30 Jahren alt? Interessiert Dich Politik, und Du würdest gerne einmal einen Blick hinter die Kulissen des Deutschen Bundestages werfen? Dann ist die Jugendpolitische Praxiswoche der Kolpingjugend im Kolpingwerk Deutschland eine gute Gelegenheit für Dich. Als Teilnehmender kannst Du bei politischen Entscheidungen dabei sein, erlebst zahlreiche Termine und Sitzungen im Bundestag und kannst einem Mitglied des Deutschen Bundestages (MdB) bei der täglichen Arbeit über die Schulter schauen. Darüber hinaus werden auch gemeinsam mit den anderen Teilnehmenden exklusive Gespräche geführt, in diesem Jahr zum Beispiel mit Ursula Groden-Kranich, MdB, Bundesvorsitzende des Kolpingwerkes Deutschland.

    Weitere Informationen rund um die Anmeldung und Teilnahme findest Du im unten angehängten Flyer.

  • Die AFD ist keine Alternative

    Die Handreichung des Kolpingwerkes Deutschland zu Programm und Praxis der "Alternative für Deutschland" (AfD) steht allen Interessierten jetzt zur Verfügung.

    Die Bundesversammlung des Kolpingwerkes Deutschland 2018 in Köln hat den Bundesvorstand beauftragt, eine Handreichung zu erstellen. Sie soll dazu dienen, Aussagen im Grundsatz- und Wahlprogramm der „Alternative für Deutschland“ (AfD) auf Widersprüche zu Wertvorstellungen unseres Verbandes hin zu prüfen. Zudem wird in dieser Handreichung ein Überblick über die Argumentation und Strategie der AfD gegeben.

    Die AfD hat inzwischen bei vielen Menschen eine hohe Akzeptanz gefunden. Bei näherer Betrachtung entdeckt der politisch Interessierte jedoch ein anderes Bild. Die vorliegende Handreichung weist auf geschickt verschleiernde Argumentationen und gleichsam problematische Positionen der AfD hin. Sie versteht sich als eine Orientierungshilfe für interessierte Mitglieder, vor allem aber für die vielen Leitungskräfte im Verband. Ihnen soll die Handreichung zudem bei der Vorbereitung und Organisation von Veranstaltungen als Unterstützung dienen.

    Nach Ansicht des Kolpingwerkes widersprechen von der AfD propagierte Inhalte den Werten der freiheitlichen Demokratie. In der vorliegenden Handreichung wird verdeutlicht, dass es fundamentale Unterschiede gibt zwischen dem, wofür die AfD steht und dem, wofür das Kolpingwerk einsteht. Bei der aktiven Mitwirkung und Mitverantwortung an der Gestaltung einer menschenwürdigen Welt lassen sich Kolpingmitglieder von den Prinzipien der katholischen Soziallehre/christlichen Gesellschaftslehre – Personalität, Subsidiarität, Solidarität, Gemeinwohl und Nachhaltigkeit – leiten. Sie geben Orientierung für eine soziale Ordnung, die dem christlichen Menschenbild entspricht.

    Die Broschüre steht im Anhang dieser News zum Download als PDF bereicht. Als gedrucktes Exemplar kannst Du sie bei Sabine Hübsch (0221) 20701-145 oder E-Mail an sabine.huebsch[at]kolping.de bestellen.

  • Für ein demokratisches, stabiles Europa!

    Meckern kann jeder - wählen gehen heißt mitgestalten

    Die Zukunft der europäischen Werte- und Solidargemeinschaft steht auf dem Spiel.
    Für die katholischen Verbände Kolping, KAB, kfd, KDFB und Landvolkbewegung ist und bleibt die Europäische Union ein bewährtes Modell für Freiheit und Frieden, Stabilität und Wohlstand in Europa.
    Es gilt, an einem Europa zu bauen, das sich am Gemeinwohl orientiert und damit allen Menschen dient. Der soziale Zusammenhalt zwischen den Mitgliedsstaaten der EU muss gestärkt werden.

    Wir bitten Sie als Wählerinnen und Wähler:
    Gehen Sie am 26. Mai zur Wahl!
    Stimmen Sie für jene Kandidatinnen und Kandidaten, die sich eindeutig zu einem solidarischen, friedlichen und stabilen Europa bekennen. So kann ein demokratisches Europa gelingen und viele positive Effekte entfalten!

    Am 16 Mai veranstaltet das Kolpingwerk Diözesanverband Trier und die Kolpingsfamilie Neuwied in Kooperation mit Katholischer Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) und der Katholischen Frauengemeinschaft (kfd) eine Podiumsdiskussion in Neuwied (19:00 Uhr Friedrich Spee-Haus, Wilhelm-Leuschner-Str. 5).

    Die ganze Mitteilung finden Sie hier.

  • Kolpingwerk Deutschland und missio führen gemeinsame Handyaktion fort

    Mehr als 13.000 ausgediente Handys haben Kolpingsfamilien in den vergangenen zwölf Monaten zusammengetragen. Darin enthalten sind rund 300 Gramm Gold, zwei Kilogramm Silber und fast 100 Kilogramm Kupfer. An diesen Erfolg will das Kolpingwerk zusammen mit missio Aachen und missio München anknüpfen und weiterhin gemeinsam Handys sammeln. Das verkündeten die Kooperationspartner am Samstag, den 15. Juni 2019, beim St. Augustiner Klosterfest der Steyler Missionare. Zum Weltflüchtlingstag 2018 hatten das Kolpingwerk Deutschland und das Internationale Katholische Missionswerk missio ihre gemeinsame Handy-Spendenaktion gestartet.

    „Mit unserer Beteiligung an der Handyspendenaktion schaffen wir ein Bewusstsein für die mit der Rohstoffgewinnung für Handys verbundenen Fluchtursachen“, sagt Klaudia Rudersdorf, die stellvertretende Bundesvorsitzende des Kolpingwerkes Deutschland. Wir werden mit unserem Erlösanteil aus der Handyaktion die Bewusstseinsbildung für die Bekämpfung von Fluchtursachen unterstützen.“

    „Die Kolpingsfamilien leisten in ihrem Umfeld einen wesentlichen Beitrag zur Bewusstseinsbildung im Umgang mit den Ressourcen dieser Erde“, betont der Leiter der Abteilung Bildung bei missio München, Dr. Christian Mazenik, mit Blick auf die Kooperation. „Ganz im Sinne der Papst-Enzyklika Laudato si tragen die Ortsverbände für unser gemeinsames Haus Sorge. Umso mehr freut es mich, dass die erfolgreiche Zusammenarbeit weitergeht.“

    Vom Recycling beziehungsweise der Wiederverwertung der Altgeräte profitieren die Umwelt sowie Hilfsprojekte in Deutschland und im Kongo. „missio konnte seit dem Start der Handy-Spendenaktion vielen Menschen in der Bürgerkriegsregion im Ost-Kongo helfen“, erklärt Dr. Eva-Maria Hertkens von missio Aachen. Mit einem Teil des Erlöses werden zwei Trauma-Zentren im Ost-Kongo unterstützt. Dort erhalten pro Jahr 400 Frauen und Männer seelsorgerische Hilfe, damit sie ein neues Leben beginnen können.“

    Weitere Informationen unter www.kolping.de/handyaktion
    und unter www.missio-hilft.de/kolping-handys

  • Informationen für interessierte Ehrenamtliche an der Mitarbeit im Leitungsteam und im Rat der Pfarrei

    Im Synodenabschlussdokument ist für das Leitungsteam der Pfarrei der Zukunft die Mitarbeit von bis zu zwei Ehrenamtlichen vorgesehen, die die Gesamtverantwortung für die Pfarrei teilen und Verantwortung für einzelne Bereiche übernehmen können (s. heraus gerufen S. 47, 2.10).

    Die Arbeit im Leitungsteam und die Arbeit im Rat der Pfarrei werden sich deutlich von der bisherigen Pfarreileitung und Gremienarbeit unterscheiden. Um ehrenamtlich Engagierten die Möglichkeit zu geben, sich über die Aufgaben und das Anforderungsprofil im Leitungsteam und im Rat der Pfarrei zu informieren, werden in den drei Visitations-
    bezirken Veranstaltungen zur Orientierung angeboten.

    Die Veranstaltungen richten sich an Engagierte, die die Umsetzung der Synode unterstützen wollen und das Rahmenleitbild der pfarrei anerkennen. Es sollen Personen angespochen werden, die mit Zuversicht und Offenheit Veränderungsprozesse gestalten und begleiten wollen und aus einem emanzipierten Christsein heraus ihren Glauben bezeugen können.

    Nähere Informationen finden Sie im Flyer

  • Lifehacks für Engagierte der Kolpingjugend

    Für alle in der Kolpingjugend Aktiven findet vom 13. bis 15. September 2019 in Fulda ein buntes Wochenende rund um das Thema Ehrenamt in unserem Verband statt.

    Veranstaltungsort ist das Bonifatiushaus in Fulda. Zielgruppe sind alle in der Kolpingjugend Engagierten, ob neue Diözesanleitende oder alte Hasen. So könnt Ihr Euch untereinander gut austauschen, von den unterschiedlichen Erfahrungen profitieren und ein gutes Netzwerk knüpfen.

    Zu folgenden Themenbereichen werden außerdem Workshops stattfinden: Wie mache ich gute Fotos? Grundlegendes zur DSGVO, Zeitmanagement, Sitzungsleitung und Moderation sowie Wichtiges für DL-Einsteiger. Auch für ein gemeinsames Kultur- und Abendprogramm wird gesorgt. Interessiert?

    Anmelden kannst Du Dich ab sofort mit einer E-Mail an jugend[at]kolping.de. Genauere Information zum Wochenende und zu den Angaben, die Deine Anmeldung beinhalten soll, findest Du im hier.

  • Kolping zum Berufsbildungsbericht 2019 der Bundesregierung

    Alle jungen Menschen brauchen einen Ausbildungsplatz!

    Köln – 23.05.2019
    In einer gemeinsamen Erklärung äußern sich das Kolpingwerk Deutschland, der Verband der
    Kolping-Bildungsunternehmen Deutschland und der Verband der Kolpinghäuser erfreut
    darüber, dass laut dem im April erschienenen Berufsbildungsbericht mehr
    Ausbildungsverträge abgeschlossen und neue Ausbildungsstellen geschaffen wurden.
    Kritisch sehen sie, dass noch immer 2,1 Millionen junge Erwachsene im Alter zwischen 20
    und 34 Jahren in Deutschland keinen Berufsabschluss erworben haben.
    Die vollständige Erklärung kann am Ende dieser Pressemeldung im Wortlaut nachgelesen
    werden.
    Kolping fordert die Bundesregierung und Sozialpartner dazu auf, allen jungen Menschen eine
    Ausbildung zu garantieren. Ebenso müssen geeignete Instrumente der Berufsvorbereitung
    für nicht oder noch nicht ausbildungsreife Jugendliche bereitgehalten werden.
    Eine weitere Forderung der Kolping-Verbände betrifft die unterschiedlichen
    Rahmenbedingungen für duale, schulische und außerbetriebliche Ausbildungen sowie die
    Verbesserung der Rahmenbedingungen von Ausbildungen: In diesem Zusammenhang
    begrüßt Kolping die Einführung einer Mindestausbildungsvergütung ab 2020. Diese sollte
    aber ebenso auch in den schulischen sowie außerbetrieblichen Ausbildungen, z.B. im
    Gesundheits- und Pflegebereich, eingeführt werden. Denn ein großer Teil der
    Auszubildenden ist von der Mindestausbildungsvergütung ausgeschlossen, da diese nur für
    die dualen Ausbildungsberufe gilt.
    Das Jugendwohnen muss zur Unterstützung der Berufsausbildung gefördert werden, da sich
    Ausbildungsbewerber und unbesetzte Ausbildungsstellen oft nicht am selben Ort befinden.
    Darüber hinaus kann ein flächendeckendes Auszubildendenticket, ähnlich dem
    Semesterticket für Studierende, zur Mobilität beitragen.
    Das duale Ausbildungssystem in Deutschland ist international hoch anerkannt: Junge
    Menschen werden in Betrieben und Berufsschulen erfolgreich zu Fachkräften ausgebildet.
    Diese Ausbildungskultur muss gestärkt werden, fordern die Kolping-Verbände, um auch
    junge Menschen mit schwierigen Ausgangsbedingungen auf dem Weg zu einem Abschluss zu
    unterstützen.
    Am 17. Mai 2019 hat Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung, auf
    Einladung von Ursula Groden-Kranich, MdB, Bundesvorsitzende des Kolpingwerkes
    Deutschland, an der Runde der Kolping-Bundestagsabgeordneten teilgenommen.
    Gemeinsam mit dem Bundespräsidium des Kolpingwerkes Deutschland diskutierte sie über
    Themen der beruflichen Bildung und die Kolping-Forderungen.

    Kolpingwerk Deutschland, Kolping-Bildungsunternehmen e.V.,Verband der Kolpinghäuser e.V.

    Pressestelle Kolpingwerk Deutschland
    Georg Wahl

    Den kompletten Wortlaut der Erklärung findet ihr hier.

  • Diözesanversammlung des Kolpingwerkes DV Trier präsentiert begeisterte Akteure und Aktivitäten

    „Für die Menschen aktiv“: Nachhaltiges ehrenamtliches Engagement auf nationaler und internationaler Ebene

    Bad-Kreuznach. Die Delegiertenversammlung des Kolpingwerkes DV Trier fand am 18. Mai 2019 in Bad Kreuznach statt. Mit 80 TeilnehmerInnen aus dem gesamten Bistum wurden im Dietrich-Bonhoeffer-Haus aktuelle Verbandsthemen besprochen sowie der Diözesanvorstand neu gewählt.

    „Das Kolpingwerk  ist für den laufenden Veränderungsprozess des Bistums Trier bestens aufgestellt…der Sozialverband  zeigt ein klares Profil mit gelebter Gemeinschaft und bewährt  sich an der Basis als tragende Säule...“ , so lobte und ermutigte Monsignore Dr. Michal Kneib die Anwesenden.

    „In einer Gesellschaft, in der grundlegende Werte immer mehr an Bedeutung verlieren und der Einzelne nur noch wenig Rücksicht auf das Gegenüber nimmt, ist der positive Einfluss, den die Kolpinggemeinschaft auf die Gesellschaft hat, eine stabile, verbindliche  Größe“ so betonte Dr. Heike Kaster-Meurer, Oberbürgermeisterin der Stadt Bad Kreuznach.

    In seiner Begrüßung würdigte Diözesanvorsitzender Dr. Bernd Geisen das tatkräftige und glaubwürdige Engagement der AmtsträgerInnen auf unterschiedlichen Ebenen des Diözesanverbandes und machte deutlich, dass Ehrenamtliche  auf ihre Ämter vorbereitet werden müssen und ihr Engagement in Kirche und Gesellschaft unverzichtbar ist. Im Anschluss an die Ausführungen wurden Hans-Heinrich Steigerwald, KF Engers, und Otto Gerhard, KF Kastellaun für ihren langjährigen unermüdlichen Einsatz für den DV Trier mit dem Ehrenzeichen des Kolpingwerkes Trier geehrt.

    Am Vormittag berichteten Engagierte des Fachausschuss „Lebendige internationale Partnerschaft“ unter Leitung von Martina Linden (Beauftragte) und Petra Heusler (Bildungsreferentin)  von der  zurückliegenden Projektreise ins Partnerland Bolivien. Die nachhaltige Arbeit von Ausbildungsstätten, ein Frauenhaus in Cochabamba, die Vergabe von Mikrokrediten  sowie die kostensparende  Arbeit der Krankenhäuser  beeindruckte die Delegierten. Im Jahr 2018 spendeten Kolpingmitglieder aus dem DV Trier stolze 81.083,35 € für die internationale Arbeit des Kolpingwerkes.

    Als beispielgebende Projekte mit Vorbildcharakter  wurden mit dem Preis des Kolpingwerkes Trier „Kolping - für die Menschen aktiv“  in diesem Jahr drei Kolpingsfamilien für ihr  Engagement mit einem Scheck in Höhe von 250,00 € geehrt:

    • KF Bad Kreuznach: Seit 25 Jahren besuchen Kolpingbrüder als „Kolpingnikoläuse“ Familien, Seniorenzentren und Vereine. Der Erlös der mittlerweile 750 Termine in Höhe von 37 00,00 € kommt Kinderprojekten (örtlich und international) zu Gute.
    • KF Dirmingen: Als Mitorganisator veranstaltet die KF gemeinsam mit der Lebenshilfe seit über 37 Jahren ein Nachbarschaftsfest für behinderte und nichtbehinderte Menschen unter dem Motto „nachhaltig-vielseitig-innovativ“ .
    • KF Illingen: Die Ausstellung der Hobbykünstler bietet vielseitige handgearbeitete Produkte. Seit 19 Jahren kommt der Erlös (gesamt: 50 000,00 €) den Projekten der Entwicklungszusammenarbeit des Kolpingwerkes zu Gute.

    „Die Preisträger zeigen nur eine kleine Auswahl dessen, was die Kolpingsfamilien leisten““ erklärt Diözesangeschäftsführerin Julia Semmling.In den Diözesanvorstand wurden für die kommenden 4 Jahre gewählt: Diözesanvorsitzender: Dr. Bernd Geisen, stellv. Diözesanvorsitzende: Arnd Eisenhut und Michael Brahm, Diözesanpräses: Thomas Gerber, geistliche Leiterin: Elke Grün, Beauftragte Internationale Partnerschaft: Martina Linden;  Seniorenarbeit-Seniorenpolitik: Werner Hammes; Sozialpolitik und Selbstverwaltung: Harald Schmillen; Finanzausschuss: Tomislav Talic.

    Im Anschluss an die Wahl  ließen als Wahlaufruf zur Europawahl die Delegierten im Freien blaue Europa-Luftballons steigen.

    Danach stellten Cecilia Schreiner und Alexander Mayer als VertreterInnen der Kolpingjugend die vielfältigen Aktionen der Kolpingjugend wie Zukunftswochenende , „Demokratietage Nürnberg“, Gruppenleiterschulung in Holland vor. Des Weiteren informierten sie u.a. zum Positionspapier „Liebe und Partnerschaft im Bistum Trier“, sowie zum Beschluss der „Gendergerechtigkeit in unserer Sprache“.

    Die Versammlung stimmte nach Ausführungen von Elke Grün, geistliche Leitung, zu einem Brief an die Kanzlerin Angela Merkel der Mainzer Erklärung zu „Ausstiegsmöglichkeiten von Prostituierten“ zu.

    Nach einer informativen, lebendigen Diözesanversammlung traten die Delegierten am späten Nachmittag die Heimreise an.

    Text: Petra Heusler, Bildungsreferentin
    Fotos: Winfried Vogt

  • Kolpingwerk kritisiert Angriff auf Selbstverwaltung

    Mit dem Entwurf zum "Faire-Kassenwahl-Gesetz" schlägt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn eine Einschränkung der sozialen Selbstverwaltung vor. Das Kolpingwerk Deutschland erinnert an andere Vorgaben im Koalitionsvertrag.

    Konkret möchte Spahn mit dem Gesetz u. a. den Spitzenverband Bund der Krankenkassen (GKV-Spitzenverband) professionalisieren. Das bedeutet, dass das Ehrenamt ausgeschlossen und durch hauptamtliche Vertreterinnen und Vertreter der Krankenkassen ersetzt wird. Bisher setzt sich der GKV-Spitzenverband aus Vertreterinnen und Vertretern der ehrenamtlichen Verwaltungsräte der Krankenkassen zusammen.

    Als anerkannte Arbeitsnehmerorganisation übt das Kolpingwerk Deutschland deutliche Kritik an diesem Teil des Gesetzes-Entwurf und fordert dessen Streichung. Das Kolpingwerk erinnert Minister Spahn außerdem an andere Vorgaben, die im Koalitionsvertrag formuliert wurden. Es heiße darin unmissverständlich, dass die Selbstverwaltung gestärkt werden solle.

    Zur Erklärung im Wortlaut

    Bild: pixabay.com

  • Aufbrechen, anpacken, verändern

    • Du bist zwischen 16 und 27 Jahre alt und hast diesen Sommer noch nichts vor?
    • Hast Du Lust neue Erfahrungen in einem anderen Land zu sammeln?

    Dann melde Dich an für ein Workcamp in Europa, Afrika, Asien, Ozeanien oder Amerika!

    Die Kolping Jugendgemeinschaftsdienste bieten ehrenamtlich geleitete Workcamps zur interkulturellen Begegnung an. Auf diesen Reisen erlebst Du als Teil einer kleinen Gruppe ein anderes Land und eine fremde Kultur: Du arbeitest in einem sozialen oder ökologischen Projekt mit Menschen vor Ort, teilst mit ihnen den Alltag und hast gemeinsam mit allen anderen Spaß. Der Umgang mit der Partnergruppe ermöglicht es dir, tiefe Einblicke in das Land abseits der Touristenpfade zu bekommen. Die letzte Woche im Projektland steht Dir und Deiner Gruppe zur freien Verfügung, um gemeinsam und auf eigene Kosten andere Landesteile zu erkunden.

    Spannende Workcamp-Beschreibungen findest Du auf www.kolping-jgd.de.
    Dort kannst Du Dich auch direkt für ein Camp anmelden.

  • Mutig gemeinsam handeln

    Das Kolpingwerk Deutschland äußert sich zu den Chancen des „verbindlichen synodalen Weg“, den die deutschen Bischöfe bei ihrer Vollversammlung in Lingen beschlossen haben.

    Das Kolpingwerk bestärkt die Bischöfe, diesen Weg mit dem Volk Gottes gemeinsam zu bestreiten, und fordert für den „synodalen Weg“ eine klare Struktur und Transparenz sowie die Verfolgung definierter verbindlicher Ziele. Junge Menschen, Frauen und Männer mit ihren vielfältigen Lebens- und Glaubenserfahrungen seien zu beteiligen. Um die katholische Kirche aus der moralischen Krise, in der sie sich befindet, herauszuführen, sei zielorientiertes gemeinsames Handeln erforderlich: Es geht um eine einladende Kirche, die den Menschen nahesteht. Das Kolpingwerk Deutschland wird den „synodalen Weg“ kritisch-konstruktiv und engagiert begleiten und unterstützen.

    Den vollen Wortlaut der Erklärung liest Du hier.

    Bild: Image by sabetheli from Pixabay

  • Kolping Upgrade vor Ort

    Neue Arbeitshilfe zum Zukunftsprozess erschienen

    Die Arbeitshilfe mit dem Titel „Kolping Upgrade vor Ort – Auf dem Weg zu Positionierungen“ richtet sich an Kolpingsfamilien, Einrichtungen und Unternehmen, die sich auch weiterhin vor Ort mit dem Zukunftsprozess des Kolpingwerkes auseinandersetzen wollen. Im Vorwort der stellv. Bundesvorsitzenden, Klaudia Rudersdorf, heißt es dazu:

    „Die Beschäftigung mit den Zukunftsfragen soll für alle örtlichen und überörtlichen Untergliederungen unseres Verbandes sowie seinen Einrichtungen und Unternehmen insgesamt fruchtbar werden. Die Beschäftigung vor Ort kann aber auch für die eigene Zukunft der jeweiligen Gemeinschaft wichtig sein und zu neuen und wirksamen Einsichten führen.“

    Alle Teilnehmenden des bundesweiten Zukunftsforums haben die Arbeitshilfe bereits während der Veranstaltung in Fulda erhalten. Darüber hinaus kann sie hier als PDF heruntergeladen und im Bundessekretariat bestellt werden bei Sabine Hübsch sabine.huebsch[at]kolping.de

  • In kleinen Podiumsgesprächen sowie mit Hilfe des Abstimmungstools Mentimeter wurden erste verbandliche Zukunftstendenzen entwickelt.

    In Debatten auf der Bühne unter digitaler Beteiligung des Plenums ging es beim Zukunftsforum in medias res:
    Was macht Kolping heute aus? Oder auch morgen? So lautete die erste Fragestellung. Sie nahm Bezug auf das in den Regionalforen diskutiertes Statement: „Das Kolping-Profil muss klarer werden. Verband, Einrichtun-gen und Unternehmen müssen sich zukünftig enger an diesem Profil orientieren als bisher.“ Schon aus der Mitgliederumfrage und den Regionalforen ging der Weg dabei in folgende vier Richtungen:

    • Engagement für die Verbesserung der Lebenssituation von Menschen
    • Engagement für junge Menschen
    • generationsübergreifende Zusammenarbeit
    • Internationales Engagement / Verantwortung für die Eine Welt

    Weiteres lesen Sie auf unserer Seite zum Zukunftsprozess

  • Zukunftsforscher Jörg Heynkes spricht über die Welt von übermorgen

    Der Unternehmer, Zukunftsforscher und Berater Jörg Heynkes berichtet über die herausragenden technologischen Entwicklungen, die in den kommenden Jahren unsere Gesellschaft nachhaltig verändern werden.

    Es ist ein Blick in die Welt von übermorgen, in der humanoide Roboter, Drohnen, Schwarmmobile, virtuelle Welten und viele andere neue Technologien unseren Alltag prägen werden.

    „Egal an welcher Stelle sie wirken, sie sind alle gleich davon betroffen“, so Henykes beim Kolping-Zukunftstforum in Fulda. Die Frage sei nur, wie sich unsere Welt von übermorgen darstellen wird. Die Bedeutung Deutschland und Europas auf dem Weltmarkt im Vergleich zu Amerika und Asien schrumpfe. Die Auseinandersetzung mit dem digitalen Fortschritt, der unweigerlich kommen werde, ist laut Heynkes in Deutschland mangelhaft. Wir müssten begreifen, dass wir das Privileg haben, diesen Prozess aktiv mitzugestalten.

    Er vergleicht die digitale Transformation mit dem Tsunami von Dezember 2004, dessen Wucht keiner hatte kommen sehen. Künstliche Intelligenz sei das Zentrum der vierten industriellen Revolution. Die Entwicklung von Robotern sei ein wichtiger Teil der Entwicklung, die er in der Bedeutung mit der Erfindung des Rades vergleicht. Wir werden erleben, dass Maschinen in Form von Robotern uns überall begleiten werden und uns das Leben erleichtern werden. Dies sei in fünf bis zehn Jahren so selbstverständlich wie heute der Staubsauger.  

    Ernährung, Energie und Mobilität sind für Jörg Henykes die großen Themen der zukünftigen Wandlungsprozesse. In Bezug auf das Klima stellt er fest: „Wenn wir es jetzt nichts machen, ist es zu spät.“ Die Technologien für die Bewältigung aller dieser Probleme seien heute schon vorhanden, wir müssten diese nur intelligent nutzen. Auch unsere Arbeitswelten würden sich dramatisch verändern, es werde mehr Kooperation auf analoger und digitaler Ebene geben und eine Entwicklung hin zu flachen Hierarchien und Schwarmintelligenz. „Das haben wir immer schon so gemacht – das geht nicht mehr!“

    Viele Menschen würden in den nächsten Jahren damit überfordert sein, ihren eigenen Transformationsprozess zu organisieren, die Kolping-Engagierten werden dabei die sein, die Hilfestellung leisten werden, spricht er an die Teilnehmer des Zukunftsforums gewandt. Wir müssten darauf achten, dass die Menschen im Zentrum dieser Entwicklung bleiben und uns kompetent und kreativ einbringen. Heynkes appelliert an die Mitglieder des Kolpingwerkes ihrerseits ebenfalls Zukunftsmacher zu werden und aktiv an der Gestaltung der sich rasant verändernden Welt mitzuwirken.    

  • Du hast Fragen zur Rente, Pflege- oder Krankenkasse..?

    Die Kolpingsfamilien Kastellaun und Oberwesel veranstalten einen Informationsabend zum Thema:

    Deine Fragen zum Thema Rente, Rentenkontenklärung, Rentenantrag, Mütterrente... ?
    Referenten: 2 Kolpingmitglieder, die ehrenamtliche Rentenversichertenberater der Deutschen Rentenversicherung sind.
    Mittwoch, 10. April 2019, Pfarrsaal im Kath. Pfarramt Kastellaun, 19 Uhr

    Eintritt ist frei. – Willkommen sind auch Nichtmitglieder!

  • Josefstag 2019 im Kolpinghaus Koblenz

    Das diesjährigen Motto des Josefstags:  Hände reichen, Brücken bauen - Jugend braucht Perspektive in Europa

    Im Rahmen des bundesweiten Josefstags, bei dem Einrichtungen der Jugendsozialarbeit, Verantwortliche aus Kirche und Politik zu gemeinsamen Aktionen und Gesprächen einladen, besuchte die Bürgermeisterin der Stadt Koblenz, Frau Mohrs, in diesem Jahr das Kolpinghaus Koblenz. Das Kolpinghaus Koblenz, ein Jugendgästehaus- und Wohnheim, beherbergt jährlich ca. 3200 – 3500 Jugendliche und junge Erwachsene. Während der Großteil der Bewohner an überbetrieblichen Lehrgängen der Handwerkskammer Koblenz teilnimmt und nur vorübergehend eine Unterkunft benötigt, wohnen im Kolpinghaus auch die sogenannten Dauergäste. Diese jungen Leute im Alter von 16-27 Jahren, bleiben während ihrer schulischen oder beruflichen Ausbildung längerfristig in Koblenz. Im Kolpinghaus erfahren sie neben einer pädagogischen Betreuung auch die Gemeinschaft mit Gleichaltrigen, wie z.B. im hauseigenen Jugendcafé „Publicity“. Zudem wurde das Kolpinghaus Koblenz im Januar 2016 um den Bereich umA (unbegleitete, minderjährige Asylsuchende) erweitert. Diese Jugendlichen wohnen ebenso längerfristig im Kolpinghaus und werden auf ihrem Lebensweg pädagogisch begleitet.

    Pascal Harrié

  • Gemeinsam weltweit Kulturen mitleben!

    Der neue Katalog für die Workcamps der Kolping Jugendgemeinschaftsdienste (JGD) im Jahr 2019 ist erschienen. In einer Gruppe Gleichgesinnter erleben die Teilnehmenden ein anderes Land und eine andere Kultur, indem sie gemeinsam mit den Menschen vor Ort an einem sozialen oder ökologischen Projekt arbeiten, den Alltag teilen und Spaß haben. Teilnehmen können junge Menschen, die zwischen 16 und 27 Jahre alt sind.

    In frischer Optik zeigt der Katalog, in welchen Ländern Workcamps angeboten werden und informiert über weltweit stattfindende Projekte. Zum Beispiel können Jugendliche in Litauen bei einer Delfintherapie für benachteiligte Kinder mitwirken, auf einem Eselgestüt in Spanien mit anpacken oder sich im ländlichen Kenia bei der Kinderbetreuung einbringen. Diese und viele weitere Projekte sowie alle Informationen zur Anmeldung und zum Ablauf des Workcamps finden sich im neuen Katalog.

    Die Kolping Jugendgemeinschaftsdienste (JGD) des Kolpingwerkes Deutschland haben sich aus der 1953 gestarteten Aktion „Versöhnung über den Gräbern” mit dem Ziel der Wiederannäherung deutscher und französischer Jugendlicher in der Nachkriegszeit entwickelt. Ziel der JGD heute ist es, durch internationale, interkulturelle Jugendarbeit einen Beitrag zur Völkerverständigung zu leisten. Die Angebote sollen dazu beitragen, bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen ein Bewusstsein für soziale und gesellschaftliche Probleme zu schaffen und sie zur Übernahme sozialer Verantwortung in der Gesellschaft anzuregen.

    Der Katalog kann kostenlos bei den
    Kolping Jugendgemeinschaftsdiensten, St.-Apern-Str. 32, 50606 Köln, Telefon: +49 221 20701-121/-122, Telefax: +49 221 20701-129, E-Mail: jgd(at)kolping.de,
    im Diözesanbüro angefordert oder hier heruntergeladen werden: www.kolping-trier.de/internationales/workcamps/

  • Katholisches Rentenbündnis bei Rentenkommission der Bundesregierung

    Auf Einladung der Vorsitzenden der Rentenkommission „Verlässlicher Generationenvertrag“ haben die katholischen Verbände ihr Rentenmodell in Berlin präsentiert. Kolping war dabei.

    Das Rentenbündnis der katholischen Verbände hatte am 23. Januar 2019 die Gelegenheit – auf Einladung der Vorsitzenden Gabriele Lösekrug-Möller (SPD) und Karl Schiewerling (CDU) – in der von der Bundesregierung eingesetzten Kommission seine rentenpolitischen Vorstellungen einzubringen, die sich aus dem Rentenmodell der katholischen Verbände ergeben.

    Vor dem Hintergrund der derzeitigen bundespolitischen Diskussion um Mindest- und Grundrenten war von besonderem Interesse die Fragen der Ausgestaltung und Finanzierung der sogenannten Sockelrente. Das Rentenmodell der katholischen Verbände ist bereits seit rund 20 Jahren in der Diskussion. Ziele des Rentenmodells sind insbesondere die soziale Sicherheit im Alter und die Stärkung des solidarischen Ausgleichs in der Gesellschaft.

    An dem Gedankenaustausch nahmen Vertreter der Verbände Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB), Kolpingwerk Deutschland, Familienbund der Katholiken und Katholische Landvolkbewegung (KLB) teil.

    Zum Hintergrund: Im Jahr 2018 hat der Bundestag die sogenannte „doppelte Haltelinie“ beschlossen. Das bedeutet, dass das Rentenniveau bis zum Jahr 2025 48 Prozent nicht unterschreiten und dass der Beitragssatz die Marke von 20 Prozent nicht überschreiten darf.

    Die Bundesregierung hat die Aufgabe, Wege zu einer nachhaltigen Sicherung und Fortentwicklung der Alterssicherungssysteme ab dem Jahr 2025 zu finden und damit das Fundament für einen neuen, verlässlichen Generationenvertrag zu schaffen, einer Kommission aufgetragen. Der Kommission gehören Vertreterinnen und Vertreter der Sozialpartner, der Politik und der Wissenschaft an.

    Weitere Informationen zur Rentenkommission hier

    Weitere Informationen zum Rentenmodell der katholischen Verbände hier

  • Wechsel an der Spitze des Kolpingwerkes auf der Bundesversammlung 2018

    Im Rahmen der Bundesversammlung haben die Delegierten Ursula Groden-Kranich, MdB, zur neuen Bundesvorsitzenden gewählt.

    370 Delegierte und weitere Gäste tagten am Wochenende in Köln. Neben verschiedenen weiteren wichtigen Verbandsentscheidungen wurden die Bundesvorsitzende und zudem drei weitere Mitglieder des Bundesvorstandes neu gewählt. Darunter auch Marie-Christin Sommer, die aus Plaidt im Bistum trier stammt und hier in der Vergangenheit Diözesanjugendleiterin war.

    Nach 14 Jahren tritt Ursula Groden-Kranich damit die Nachfolge des bisherigen Bundesvorsitzenden Thomas Dörflinger an. Sie gehört – wie ihr Vorgänger – dem Deutschen Bundestag an. Er zeigte sich schon im Vorfeld der Wahl überzeugt: „Mit Ursula Groden-Kranich steht eine Nachfolgerin zur Verfügung, die einerseits in der Bundeshauptstadt hervorragend politisch vernetzt ist und gleichzeitig mit ihrer Persönlichkeit Leben und Glauben aus einer tiefen eigenen Überzeugung heraus in Verbindung bringt“.

    Ursula Groden-Kranich ist Mitglied der Kolpingsfamilie Mainz-Zentral, 1965 in Mainz geboren, verheiratet und hat eine Tochter. Nach dem Abitur hat sie eine Ausbildung zur Bankkauffrau absolviert. Dem Deutschen Bundestag gehört sie seit 2013 an und ist ordentliches Mitglied im Ausschuss für „Familie, Senioren, Frauen und Jugend“ sowie in dem Ausschuss für die „Angelegenheiten der Europäischen Union“. Zugleich ist sie stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für „Kultur und Medien“.

    Im einem Video gibt es die Möglichkeit, die neue Bundesvorsitzende näher kennen zu lernen. 

    Die feierliche Verabschiedung des bisherigen Vorsitzenden Thomas Dörflinger fand während eines Festaktes in der Kölner Minoritenkirche statt. Den Bericht dazu finden Sie auf der Seite des Kolpingwerkes Deutschland.

  • Was uns antreibt: Kolpingmitglieder engagiert in der sozialen Selbstverwaltung

    2018 fand die Sozialwahl statt, bei der sich auch viele Mitglieder aus dem Kolpingwerk Trier zur Wahl gestellt haben. Viele Kolpingmitglieder sind aktiv in den Verwaltungsräten und Vertreterversammlungen der Krankenkassen und Rentenversicherungen, den Widerspruchsausschüssen oder als Rentenversichertenberater.

    Eine jetzt veröffentlichte Studie der Ersatzkassen analysiert die ehrenamtliche Arbeit der gewählten Vertreter in den Sozialparlamenten:

    Zwei Drittel der bei der Sozialwahl gewählten Vertreter kommen aus der freien Wirtschaft. Die Mehrheit verbindet die ehrenamtliche Arbeit mit einer Berufstätigkeit in Vollzeit. Das hat eine neue Studie des Verbands der Ersatzkassen (vdek) zur ehrenamtlichen Arbeit in den Sozialparlamenten ergeben. Für die Studie wurden 234 Selbstverwalterinnen und Selbstverwalter der Ersatzkassen zu ihren persönlichen Motiven, ihrem Zeiteinsatz und ihrem beruflichen Hintergrund befragt.

    Uwe Klemens, vdek-Verbandsvorsitzender und Versichertenvertreter betont: „Mit der Studie wollen wir zu einem besseren Verständnis über die Aufgaben und Prozesse der sozialen Selbstverwaltung beitragen und für das ehrenamtliche Engagement werben – in der Öffentlichkeit und in der Politik.“ Und die Bundeswahlbeauftragte Rita Pawelski erklärt: „Das ehrenamtliche Engagement verdient unsere Anerkennung. Die Selbstverwalterinnen und Selbstverwalter investieren viel Zeit und Engagement, um die medizinische Versorgung zu verbessern und das Gesundheitswesen zu gestalten.“

    Grundsätzlich wird das Ehrenamt in der sozialen Selbstverwaltung häufig über mehrere Wahlperioden ausgeübt. Rund 73 Prozent der Befragten sind seit zwei oder mehreren Wahlperioden in der Selbstverwaltung tätig. Insbesondere seit der letzten Sozialwahl 2017 engagieren sich jedoch mehr Frauen und junge Menschen. 28 Prozent der gewählten Vertreterinnen und Vertreter sind in ihrer ersten Wahlperiode für die Ersatzkassen im Einsatz. Davon sind 42 Prozent weiblich und 38 Prozent unter 50 Jahre alt.

     

    Die Mehrheit der Befragten verbinden Beruf und Ehrenamt miteinander und bringen eine ausgewiesene, solide berufliche Expertise in die ehrenamtliche Tätigkeit ein. 62 Prozent der Befragten sind berufstätig, mehrheitlich in Vollzeit (56 Prozent). 36 Prozent sind heute im Vorruhestand oder im Ruhestand – zuvor waren sie aber durchweg berufstätig. 53 Prozent der befragten Selbstverwalterinnen und Selbstverwalter sind oder waren mehrheitlich in einem Unternehmen beschäftigt, 34 Prozent im öffentlichen Dienst und 12 Prozent als Freiberufler. Für die ehrenamtliche Tätigkeit wenden sie im Durchschnitt drei Arbeitstage im Monat auf (23 Stunden).

    Einen Aufgabenschwerpunkt sehen die befragten Vertreterinnen und Vertreter der sozialen Selbstverwaltung in der individuellen Beratung der Versicherten (64 Prozent). Auch auf eine qualitativ hochwertige Versorgung hinzuwirken (62 Prozent) und die sozialen Systeme weiterzuentwickeln (58 Prozent) zählen zu den Schwerpunkten. Aber auch der Umgang mit den Beitragsgeldern oder die Weiterentwicklung des kassenspezifisch gestaltbaren Sachleistungskatalogs sind wichtige Aufgabenfelder für die Versicherten- und Arbeitgebervertreter. Getragen wird ihr persönliches Engagement durch starke Überzeugungen und Werte. So gehören Solidarität, soziale Gerechtigkeit und Mitbestimmung zu den herausragenden Leitbildern.

    Erwartungen an die Politik: Die soziale Selbstverwaltung stärken

    Mehr Anerkennung seitens der Politik erwarten die ehrenamtlichen Versicherten- und Arbeitgebervertreter in den Verwaltungsräten der Ersatzkassen für ihre Arbeit in der sozialen Selbstverwaltung. „87 Prozent der Befragten wünschen sich von der Politik ein klares Bekenntnis zum Prinzip der Selbstverwaltung. Um den großen zeitlichen Einsatz und die persönliche Motivation zu fördern, ist es daher wichtig, dass der Gesetzgeber den ehrenamtlichen Selbstverwaltern den Rücken stärkt“, betont der vdek-Verbandsvorsitzende Klemens. Notwendig seien zudem weniger gesetzliche Beschränkungen, beispielsweise müsse die staatliche Aufsicht auf das notwendige Maß begrenzt werden. Weiterhin sprach sich Klemens für eine größere Dialogbereitschaft in der Politik aus.

    Weitere Informationen zum Engagement Kolpings in der sozialen Selbstverwaltung erteilt Martin Plail (martin.plail@kolping-trier.de).