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Nachrichten

  • Kolpingwerk Trier unterstützt die Initiative Lieferkettengesetz

    Präsidium, Vorstand und Vorsitzende der Kolpingsfamilien im Diözesanverband Trier beschließen auf ihrer Tagung die Unterstützung der Initiative Lieferkettengesetz.

    „Schafft Recht und Gerechtigkeit“, forderte bereits der alttestamentliche Prophet Jeremia (22,3) vor rund 2.500 Jahren von seinem König. Dieser Leitvers der Initiative Lieferkettengesetz fasst bereits alles Wesentliche prägnant zusammen: Die Initiative setzt sich für weltweite Gerechtigkeit ein. Die globalen Systeme der Arbeitsteilung sollen nicht Vorteile für wenige, sondern für alle Beteiligten einbringen und nachhaltig zu einer positiven Entwicklung beitragen. Die Forderungen orientieren sich an den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte sowie den OECD-Leitsätzen für multinationale Unternehmen. Die Initiative tritt für eine Welt ein, in der Unternehmen die Menschenrechte und die Umwelt achten, und zwar ganz konkret entlang der jeweils eigenen Lieferkette: von der Rohstoffproduktion bis zum Endkunden – und das sowohl im Inland wie auch im Ausland. Da freiwillige Verpflichtungen in der Vergangenheit nicht zu den notwendigen weitreichenden Veränderungen geführt haben, muss nun ein wirksames Gesetz der Bundesregierung folgen. Dieses soll Grundlage des Handelns sein für alle auf dem deutschen Markt anbietenden Unternehmen. ...

    Das Kolpingwerk Diözesanverband Trier geht noch einen weiteren Schritt: Der jährliche Preis für soziales Engagement vor Ort wird im Jahr 2021 um den gleichdotierten Sonderpreis für „Achtung und Unterstützung der Initiative Lieferkettengesetz“ ergänzt. Kolpingsfamilien im Bistum Trier, die Informationen zur Initiative verbreiten, für ihre Forderungen werben und darüber hinaus mit einem verantwortungsvollen Konsumbewusstsein punkten, können sich um den „Sonderpreis Lieferkettengesetz“ bewerben.

    21.09.2020

    Vollständiger Text der Pressemitteilung

  • Nötige Veränderungen in der Kirche

    Kolping – verwurzelt in Gott und mitten im Leben

    Stellungnahme zu nötigen Veränderungen in der Kirche

    Mit großer Aufmerksamkeit hat das Kolpingwerk Diözesanverband (DV) Trier die Entwicklungen der Strukturreform verfolgt, die durch die Bistumssynode angestoßen und durch die römische Intervention und Instruktion massiv beeinflusst wurde. Die Strukturen im Kolpingwerk sind seit Adolph Kolping mit den Diözesanstrukturen der Kirche verbunden. Daher ist das Interesse des demokratisch verfassten Sozialverbands an tragfähigen Kirchenstrukturen und der Umsetzung der Synodenbeschlüsse – den strukturellen wie den inhaltlichen – groß. Die Kolpingsfamilien sind mit ihrer vielfältigen Arbeit Orte von Kirche. Sie zeigen generationenübergreifend von der Kolpingjugend bis ins hohe Alter ihr Engagement und ihre Mitverantwortung an der Gestaltung einer menschenwürdigen und gerechten Welt. 

    „In der Trierer Synode ging es um nicht weniger als die Zukunft unserer Kirche in all ihrer Pluralität: die Menschen in den Gemeinden, Gruppen und Verbänden, die ihre Talente und Charismen einbringen wollen“, erklärt Elke Grün, geistliche Leiterin des Kolpingwerks DV Trier und ehemalige Synodale. „Und das ist eine Frage von Partizipation, von Teilnahme, aber auch Teilhabe.“ Ausgrenzung aufgrund des Standes oder Geschlechts ist Verweigerung von Teilhabe und kann schwerlich Grundlage für ein vertrauensvolles Miteinander sein. Menschen entfalten ihre Persönlichkeit und ihre Fähigkeiten in einer sie stärkenden – und nicht zurückweisenden – Gemeinschaft. Für die Zukunft ist ein wertschätzender Dialog, gegenseitige Teilhabe an Erfahrung und Bündelung unserer Stärken und Kräfte notwendig. „Daran wollen wir im Bistum Trier mitarbeiten“, so Elke Grün.

    Das Kolpingwerk DV Trier wirkt nach dem Vorbild Adolph Kolpings aktiv in Kirche und Gesellschaft mit. Dieser hat die Nöte und Zeichen seiner Zeit gesehen und gehandelt: Aus tiefem Glauben an Jesus Christus und seine frohmachende Botschaft hat er mit den Gesellenvereinen mutig etwas Neuartiges aus der Taufe gehoben. In den letzten 150 Jahren hat sich das Kolpingwerk immer wieder verändert, sich geöffnet und die Ideen Kolpings weitergetragen in neue Aufgaben, Projekte und Länder. „Heute stehen wir in Gesellschaft und Kirche vor neuen Zeichen der Zeit und müssen weiter wachsen unserer Zukunft entgegen“, sagt Diözesanpräses Thomas Gerber. „Kraft und Zuversicht für anstehende Veränderungen ziehen wir aus unseren Wurzeln, doch unsere Aufmerksamkeit richtet sich nach vorne.“ Rückwärtsgewandt lässt sich Zukunft nicht gestalten.

    12.08.2020

  • Was kann ich gegen Rassismus tun?

    Aufgrund der aktuellen Ereignisse wollen viele Menschen einen Beitrag zu einer gerechteren Welt leisten. – Impulse des Kolpingwerkes Trier

    Die Ermordung eines weiteren schwarzen US-Amerikaners durch einen Polizisten hat nicht nur in den USA zu breiten Protesten geführt. Das Thema Rassismus ist wieder mehr ins Bewusstsein gerückt.

    Weltweit werden Menschen unter anderem aufgrund ihrer Hautfarbe im Alltag ausgegrenzt oder vorverdächtigt. Gerade musste die deutsche Europa-Abgeordnete Pierette Herzberger-Fofana traumatisierende Erfahrungen mit der belgischen Polizei machen, als sie am Bahnhof ein Foto von einer Polizeiaktion gegen schwarze Jugendliche machte. Unter anderem erwiderten die Polizisten auf ihre Aussage, sie arbeite im Europaparlament, das könne ja nur als Putzfrau sein.

    Auch in Deutschland ist struktureller Rassismus und rassistische Gewalt ein Problem. Die nicht-weiße Bevölkerung sieht sich immer wieder mit Rassismus konfrontiert.

    Solidarische Kundgebungen sind ein wichtiger Schritt. Und es braucht sicher auch weitere gesetzliche Regelungen.

    Der Vorstand des Kolpingwerkes in der Diözese Trier weist jedoch darauf hin, dass für unsere Gesellschaft Grundlegendes im sozialen Miteinander, im Alltag der Menschen passiert. Was also kann jede und jeder persönlich tun?

    Das Netzwerk für Geflüchtete des Kolpingwerkes Deutschland hat dazu einige Tipps:

    • Sich informieren, weiterbilden und vor allem betroffenen Personen zuhören. (Tipps gibt es unter www.kolping.de /projekte-ereignisse/netzwerk-fuer-gefluechtete)
    • Sich selbst und die eigenen Privilegien hinterfragen.
    • Betroffenen Personen eine Stimme geben oder Ressourcen umverteilen, wie zum Beispiel an Organisationen und Vereine spenden, die sich aktiv für Antirassismusarbeit einsetzen. Am besten natürlich an Personen, die selbst von Rassismus betroffen sind.
    • Sich positionieren auch gegenüber nahestehenden Personen, wenn diese sich rassistisch verhalten (zum Beispiel rassistische Witze oder Diskriminierungen äußern).
    • Tief durchatmen, wenn man selbst als rassistisch bezeichnet wird und die eigenen Aussagen oder Handlungen überdenken.
    • Sich entschuldigen. Rassismus ist kein Problem einzelner Personen, sondern gesellschaftlich verankert. Alles richtig zu machen, ist also unmöglich. Wichtig ist es aber, Fehler anzuerkennen und es beim nächsten Mal besser zu machen.
    • Beim Kampf gegen Rassismus geht es nicht um die Frage der Schuld, sondern der Verantwortung.

    Im Bistum Trier setzen sich Jugendliche mit der Aktion „Wir gegen Rassismus“ für eine tolerante und weltoffene Gesellschaft ein. Eine Wanderausstellung zeigt Portraits und Statements. Auch die Kolpingjugend hat bei der Aktion Gesicht gezeigt. Unter wir-gegen-rassismus.de gibt es weitere Infos. Die Ausstellung kann auch ausgeliehen werden, um auf das Thema aufmerksam zu machen und darüber ins Gespräch zu kommen.

    22.06.2020

  • Petition für ein Lieferkettengesetz

    Unterschriften noch bis Ende Juli möglich!

    Gegen Gewinne ohne Gewissen hilft nur ein gesetzlicher Rahmen. Mit dieser gemeinsamen Überzeugung haben sich Gewerkschaften, Kirchen und Organisationen aus den Bereichen Menschenrechte und Entwicklungszusammenarbeit, Umwelt und Fairer Handel in der „Initiative Lieferkettengesetz“ zusammengeschlossen. Auch das Kolpingwerk Deutschland und Kolping International sind Unterstützer-Organisationen. 

    Schon 165.000 Menschen haben die Petition für ein Lieferkettengesetz unterschrieben! Wir setzen uns mit dafür ein, dass Ziel von 200.000 Unterschriften zu erreichen: Gemeinsam können wir die 200.000 knacken! Die Petition kann offline nur noch bis Ende Juni und online noch bis Ende Juli unterzeichnet werden. Weitere Informationen sowie die Petition sind online verfügbar unter: https://lieferkettengesetz.de

    Juni 2020

  • Verantwortung und Solidarität statt Egoismus und Spaltung!

    Kolpingwerk Diözesanverband Trier und Kolpingwerk Deutschland betrachten die aktuellen Proteste in der Corona-Krise mit Sorge.

    Unsere gesamte Gesellschaft befindet sich nun bereits seit mehreren Wochen in einem Zustand, der für uns alle mit großen Veränderungen einhergeht. Familien, Vereine und Verbände, aber auch Unternehmen sowie Kirchen und Religionsgemeinschaften mussten ihre gewohnten Abläufe und Routinen verändern und sich einer neuen Realität stellen.

    Nach wie vor nehmen wir wahr, dass sich die Mehrheit der Bevölkerung solidarisch und respektvoll an die Kontaktverbote und Hygienebestimmungen hält. Sie übernehmen Verantwortung für ihre Mitmenschen, schützen sich selbst und diejenigen, die bedingt durch Vorerkrankungen einem höheren Infektionsrisiko ausgesetzt sind.

    Dass die politischen Entscheidungen der vergangenen Wochen kritisch begleitet wurden, und weiterhin kritisch hinterfragt werden, ist gut. Eine solche Debatte zwischen Regierung und Opposition sowie zwischen Bürgerinnen und Bürgern ist wünschenswert und Kennzeichen einer lebendigen Demokratie. Sie fußt auf den unteilbaren Grundrechten und damit auch auf dem Recht der freien Meinungsäußerung.

    Mit Sorge betrachtet das Kolpingwerk Trier allerdings die Zunahme von Falschmeldungen und Verschwörungsmythen, durch die Teile der Bevölkerung und ihre berechtigten Anliegen instrumentalisiert und Aggressionen geschürt werden.

    Wer Abstandsgebote missachtet, Aggression und teilweise Gewalt schürt und dafür die Sorge um die Wahrung der Grundrechte als Deckmantel nutzt, agiert zutiefst unsolidarisch! Jene Personen offenbaren mit ihren Taten einen Egoismus, der die Gesundheit anderer in Gefahr bringt.

    Der Diözesanvorstand des Kolpingwerkes Trier unterstreicht die Einschätzungen des Kolpingwerkes Deutschland und verurteilt Äußerungen und Verhaltensweisen derjenigen in Gesellschaft und Kirche auf das Schärfste, die ohne Bezugnahme auf wissenschaftlich gesicherte Fakten die derzeitigen Verunsicherungen und Ängste der Bevölkerung dazu nutzen, ihre eigenen Ideologien zu verbreiten.

    Pressemitteilung

    Mai 2020

  • Den Synodalen Weg als Chance nutzen

    Eine umfangreiche Handreichung des Kolpingwerkes Deutschland zum Synodalen Weg ist jetzt erschienen.

    Nicht zu überhören sind die Rufe nach grundlegenden Reformen in der Kirche. Dem begegnet die katholische Kirche in Deutschland mit dem Synodalen Weg. Er soll Reformprozesse anstoßen und zur Erneuerung der katholischen Kirche beitragen. Inhaltlich geht es insbesondere um die Themen Macht, Sexualmoral, Lebensform der Priester sowie um die Rolle von Frauen in der Kirche.

    Wir möchten die Kolpingsfamilien dazu ermutigen, die Themen und Fragen des Synodalen Weges engagiert aufzugreifen. Dazu liegt nun eine umfangreiche Handreichung vor, die den Kolpingsfamilien Hintergrundinformationen und umfangreiche Impulse (Anregungen für Veranstaltungen, Diskussionsabende, Wortgottesdienste) bietet.

    Die Handreichung steht hier und im Anhang dieser News zum Download bereit und kann in gedruckter Form im Sekretariat der Verbandsleitung angefordert werden – vorzugsweise per E-Mail an bundessekretariat[at]kolping.de.

  • Kolping-Corona-Fonds

    Das Corona-Virus beherrscht unser tägliches Leben. Die bange Frage: In welche Richtung wird sich die Situation bei uns entwickeln? Das Projekt des Monats von Kolping International verweist auf den Kolping-Corona-Fonds.

    Aus aktuellem Anlass ein Aufruf des Generalpräses Msgr. Ottmar Dillenburg:
    Corona-Krise: Was kommt auf unsere weltweiten Kolpingsfamilien zu? Diese Frage stellen wir uns bei Kolping International auch beim Blick in unsere Partnerländer. Es besteht Anlass zur größten Sorge um unsere Kolpingschwestern und -brüder. Die Nachrichten aus Afrika gleichen denen aus Indien und Brasilien: „Es herrscht eine große Coronavirus-Angst. Alle Kirchen sind geschlossen, Schulen geschlossen, unser Büro ist geschlossen. Es gibt regionale Ausgangssperren, das Leben steht still. Wir können kaum noch Lebensmittel kaufen, und die Preise steigen täglich. Wir befürchten das Schlimmste, da unser Gesundheitssystem an vielen Orten nicht gut ist. Außerdem fehlt uns oft fließendes Wasser zum Händewaschen. Wir müssen weiterhin durch den seligen Adolph Kolping füreinander beten.“ Ich weiß noch nicht für jedes Land im Detail, wie – doch ich bin gewiss: gerade Kolpingsfamilien in Afrika, Asien und Lateinamerika werden unseren Beistand brauchen. Zurzeit fragen wir ab, wo auf welche Weise am dringendsten Hilfe benötigt wird. Wir sind keine medizinische Hilfsorganisation, doch wir können dabei helfen, mit den schweren Folgen der Krise umzugehen. Menschen werden sterben. Viele werden ohne Einkommen und staatliche Hilfen sein, womöglich wird auch Nahrung knapp oder unbezahlbar. Dafür haben wir heute einen Hilfsfonds eingerichtet, den „Kolping-Corona-Fonds“. Daraus leisten wir Hilfe, wo sie am dringendsten benötigt wird. Für Ihre Beteiligung an diesem Fonds sage ich Ihnen schon jetzt von Herzen danke.

    Ihr Msgr. Ottmar Dillenburg, Generalpräses

    Den Kolping-Corona-Fonds können Sie unterstützen:
    Kolping International Cooperation e.V.
    DKM Darlehnskasse Münster eG
    IBAN DE74 4006 0265 0001 3135 00
    Stichwort: Kolping-Corona-Fonds

    Aktuelle Informationen zur Corona-Krise finden Sie unter www.kolping.net. Ihre Fragen beantworten die Mitarbeitenden von Kolping International gerne auch unter Telefon 0221 77880-37 oder per Mail an spenden@kolping.net

  • Behelfs-Mund-Nasen-Maske

    In Kooperation mit dem Kolpingwerk Slowakei bietet das Kolpingwerk Deutschland über den Kolping-Shop Behelfs-Mund-Nasen-Masken im Kolping-Design an.

    Somit kannst Du gleich doppelt helfen: Zum einen durch das Tragen der Behelfs-Masken und zum anderen spendet das Kolpingwerk Deutschland pro verkaufter Behelfs-Maske einen Euro an den Kolping-Corona-Fonds von Kolping International.

    Die Behelfs-Mund-Nasen-Maske werden aus einem Non-Woven (Vlies)-Material genäht, das vorrangig im Gesundheitswesen verwendet wird. Sie sind bis zu 95 Grad waschbar und lassen sich bis zu einer Temperatur von 150 Grad bügeln sowie auch chemisch reinigen. Zusätzlich sind sie zertifiziert nach ÖKO TEX 100.

    Die Behelfs-Masken werden in der Farbe weiß mit zusätzlichen Kolping-Logo gefertigt und sind in vier Größen erhältlich (auch für Kinder). Sie werden mit einem verstellbaren Gummiband getragen, das zu einem längeren Tragekomfort führt und Druckstellen hinter den Ohren verhindert.

    Die Behelfs-Mund-Nasen-Masken kosten 5 EUR pro Stück. Die Mindestabnahme beträgt drei Stück pro Größe. Der Artikel ist aus hygienischen Gründen vom Umtausch ausgeschlossen.

    Die Behelfs-Masken sind ab nächster Woche verfügbar und können bereits ab heute hier vorbestellt werden.
    Gerne über den Online-Shop oder an shop[at]kolping.de. Telefonisch erreichst Du den Kolping-Shop unter 0221-20 701 228.

  • Neue Broschüre Internationale Partnerschaften der Kolpingwerke

    Unsere neue Broschüre "Internationale Partnerschaften der Kolpingwerke in Rheinland-Pfalz" könnt ihr euch hier herunterladen.

  • Rentenkommission bleibt greifbare Antworten schuldig!

    Das Kolpingwerk Deutschland sieht nur zögerliche Reformansätze für eine grundlegende Weiterentwicklung des deutschen Rentensystems.
    Die Pressemeldung zur Vorlage der Rentenkommission finden Sie hier.

  • Kolpingwerk Deutschland fordert Garantierte Alterssicherung

    Mit einer rentenpolitischen Neupositionierung bringt sich das Kolpingwerk Deutschland in die Debatte zur Zukunft des deutschen Rentensystems ein. Neben dem bisherigen Ziel, Altersarmut zu vermeiden, betont der katholische Sozialverband die Bedeutung einer langfristig gesicherten Finanzierung der Gesetzlichen Rentenversicherung.

    Zur Neupositionierung im Wortlaut

  • Initiative Lieferkettengesetz

    Wie Ihr ja vielleicht wisst, sind das Kolpingwerk Deutschland und KOLPING INTERNATIONAL Unterstützer der Initiative Lieferkettengesetz.

    Was ist die Initiative Lieferkettengesetz?

    Die Initiative Lieferkettengesetz ist ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis aus über 80 Menschenrechts-, Entwicklungs- und Umweltorganisationen, Gewerkschaften und kirchlichen Akteuren, das sich im September 2019 gegründet hat.

    Weil sich immer wieder zeigt, dass Unternehmen ihrer menschenrechtlichen Verantwortung freiwillig nicht hinreichend nachkommen, fordert das Bündnis von der Bundesregierung Lieferkettengesetz.

    Hierzu hat es eine Petition an Bundeskanzlerin Angela Merkel gestartet, die bereits über 140.000 Menschen unterzeichnet haben.

    Die Initiative Lieferkettengesetz tritt für eine Welt ein, in der Unternehmen Menschenrechte und die Umwelt achten – entlang ihrer gesamten Lieferkette, von der Rohstoffgewinnung bis zum Endkunden, nicht nur im Inland, sondern auch im Ausland.

    Eine Übersicht der 18 Trägerorganisationen sowie der aktuell 69 Unterstützerorganisationen findet sich unter www.lieferkettengesetz.de/Organisationen.

    Wie könnt Ihr das Anliegen unterstützen?

    Petition unterschreiben

    Ihr könnt, falls noch nicht geschehen, Eure Mitglieder aufrufen, die Petition zu unterschreiben. https://lieferkettengesetz.de/

    Veranstaltung zum Rana Plaza Jahrestag

    Am 24. April 2013 stürzte in einem Vorort von Dhaka, der Hauptstadt von Bangladesch, der achtstöckige Fabrikkomplex Rana Plaza ein und begrub tausende Menschen unter sich. 1.136 von ihnen starben in Folge des verheerenden Unfalls, über 2.000 wurden verletzt.

    Der Jahrestag kann dazu genutzt werden, Veranstaltungen durchzuführen, bei denen ein Lieferkettengesetz gefordert wird.  In unserem Download-Bereich findet Ihr die Handreichung zum kirchlichen Engagement Lieferkettengesetz, in der Anregungen für Gottesdienste, Filmabende, Dialog mit der Politik und Straßenaktionen enthalten sind

    Bei Fragen oder Anregungen könnt Ihr Euch gerne an Sigrid Stapel wenden: Telefon 0221/ 77880- 28 oder  sigridstapel(at)kolping.net 

  • Kolping-Diözesansekretär im Bistum Speyer verabschiedet

    Thomas Bettinger hat den Verband 36 Jahre mitgeprägt

    Kaiserslautern - Das gibt es heute selten: Fast vier Jahrzehnte Treue zu einem Arbeitgeber, zu einer Aufgabe, zu einer Berufung. Für Thomas Bettinger gilt das. Am 7. Februar wurde er in Hochspeyer in den Ruhestand verabschiedet. 36 Jahre hat er als Diözesansekretär des  Kolpingwerks im Diözesanverband Speyer gearbeitet, war dienstältester Diözesansekretär in Deutschland, wie Bundessekretär Ulrich Vollmer in seinem Dankwort herausstellte. Vertreterinnen und Vertreter des Kolpingwerks - aus dem Bistum, aus den Nachbarverbänden und aus dem Bundesverband -, der Gewerkschaften, der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung, der Handwerkskammer der Pfalz sowie der „Allianz gegen Altersarmut“ waren in die Jugendherberge Hochspeyer gekommen, um Thomas Bettinger zu verabschieden.  

    Andreas Stellmann, Vorsitzender des Speyerer Kolping-Diözesanverbandes, würdigte zu Beginn der Feier das Wirken von Bettinger, der den Verband im Bistum Speyer nicht nur über viele Jahre begleitet, sondern auch maßgeblich mit geprägt habe. Stellmann verwies auf die Unterstützung der  Ortsverbände und Ehrenamtlichen durch den Diözesansekretär, auf die Organisation von Großveranstaltungen, das Engagement im Rahmen der Sozialwahlen, auf das Engagement in der Brasilienpartnerschaft, auf den Beitrag bei der Erarbeitung des Leitbildes für den Bundesverband. Der Diözesanvorsitzende verwies auf eine von Bettinger immer wieder propagierte Grundüberzeugung: „Einigkeit macht stark“. Auf einstimmigen Beschluss des Bundesvorstandes wurde Bettinger für seine Verdienste mit der höchsten Auszeichnung des Verbandes, dem Ehrenzeichen des Kolpingwerkes Deutschland, geehrt.

    In seinen Dankesworten konnte Thomas Bettinger seine emotionale Bewegung kaum verbergen. Er ging auf wichtige Punkte in den 36 Jahren seiner Tätigkeit als Diözesansekretär ein. „Kolping ist eine Familie, ja, aber eine Familie, die sich weitet zur Welt“, sagte er. Damit meinte Bettinger die Partner in Brasilien, aber auch die beim Deutschen Gewerkschaftsbund, in den Organen der sozialen Selbstverwaltung oder bei der Allianz gegen Altersarmut. „Das Evangelium ist politisch, Jesus war es, Kirche muss es sein, Kolping ist es“, so Thomas Bettinger. Und an anderer Stelle betont er: „Es ist wichtig, dass wir Kolpinger unseren Verband wertschätzen. Dass wir das, was wir sind und tun, wertschätzen.“ Und Thomas Bettinger stellt an das Ende seiner Dankesworte ein „Treu Kolping“ - und erhält langen Applaus.   

  • Verbandsinformationen und Programm

    Die neue Broschüre mit Informationen und Angeboten für 2020 ist jetzt digital verfügbar.
    Neben Angeboten für die verschiedensten Zielgruppen enthält das Heft auch Informationen zum Verband, z.B. wichtige Ansprechpartner.

    Auch wer noch Ideen für Veranstaltungen in der Kolpingsfamilie sucht, wird hier fündig.

    In Papierform geht die Broschüre den Mitgliedern Ende Februar mit dem Kolpingmagazin zu.
    Weitere Exemplare sind über unsere Büros erhältlich, die auch gerne Fragen rund um unsere Angebote beantworten.

    Programm 2020

  • Kolpingsfamilie St. Marien Saarburg-Beurig lädt ein zum Montagsgespräch

    1 Kilogramm Steine pro Stunde!

    Die Kolpingsfamilie St. Marien Saarburg-Beurig lädt herzlich zu einem Montagsgespräch am 3. Februar 2020 um 19.00 Uhr im Pfarrheim St. Marien, Klosterstraße, unterhalb der Kirche ein.

    Referent  ist der Betriebsleiter des KBN Kieswerk Besch-Nennig, Herr Frank Staudt – Dipl.-Ing. (FH).

    Strom kommt aus der Steckdose, Wasser aus dem Hahn und Beton... – woher kommt der eigentlich? Woraus unsere wichtigsten Baustoffe und unsere Gebäude bestehen, zeigt ein witziger Kurzfilm, den Søren Eiko Mielke für den Bundesverband Mineralische Rohstoffe (MIRO) gedreht hat.

    Der Aufhänger des 8-Minuten-Films ist verblüffend genug: „Ein Kilogramm Steine pro Stunde“ verbraucht rechnerisch jeder Bundesbürger in Deutschland. Für Häuser, Brücken, Straßen, aber wer weiß schon, dass zum Beispiel in der Medizin mineralische Rohstoffe gebraucht werden. Wie wichtig Steine, Sand und Kies für unsere gebaute Umwelt sind und wo sie und anderen Steine- und Erdenrohstoffe überall eingesetzt werden, bringt der MIRO-Film locker-flockig und mit viel Witz rüber. Damit füllt man unterhaltsam eine Wissenslücke, die wohl bei den meisten Menschen herrscht, die nicht mit dem Bau zu tun haben.
    Die Kolpingsfamilie freut sich auf ein reges Interesse an der Veranstaltung und die daran anschließende Diskussionsrunde.

  • Kolpingwerk Trier ruft zur Solidarität mit den bolivianischen Partnern auf

    Der Vorstand des Kolpingwerks Diözesanverbands Trier ist betroffen von den Auswirkungen der derzeitigen politischen Lage auf die Bevölkerung in Bolivien. 
    Die Nachricht einer langjährigen Projektpartnerin aus La Paz an Martina Linden, Vorsitzende des Diözesanfachausschusses „Lebendige Internationale Partnerschaft“, macht den Ausnahmezustand deutlich ... 

    In seiner letzten Sitzung Ende November rief der Diözesanvorstand auf, gerade jetzt durch die Unterstützung der bestehenden Partnerschaftsprojekte ein klares Zeichen der Solidarität zu setzen. 

    Pressemitteilung 

    Dez. 2019 

  • Ab ins Ausland? Bewirb Dich jetzt!

    Du hast Lust auf einen Freiwilligendienst? Mit den Kolping Jugendgemeinschaftsdiensten (JGD) kannst Du Dich ein Jahr lang ehrenamtlich in Afrika, Asien, Lateinamerika oder Ozeanien engagieren.

    Du bist zwischen 18 und 28 Jahren alt und hast Lust, für ein Jahr in einem fremden Land zu leben und zu arbeiten? Die Kolping JGD haben die aktuelle Bewerbungsfrist für Freiwilligendienste bis zum 10. November 2019 verlängert. Nutze die Chance und bewirb Dich jetzt für Deinen weltwärts-Freiwilligendienst!

    Spannende Projekte erwarten Dich in Asien, Afrika, Lateinamerika und Ozeanien. Ob als Auszeit vom Job oder sinnvolle Überbrückung zwischen Schule, Ausbildung oder Studium – mit den Kolping JGD kannst Du Land, Menschen und Kultur intensiv und hautnah erleben. Dabei arbeitest Du vor Ort in der Regel in einem sozialen oder gemeinnützigen Projekt mit. Die meisten Projekte liegen im ökologischen, handwerklichen und pädagogischen Bereich – lassen aber auch Spielraum für spezielle Fähigkeiten und Interessen. Zentral ist dabei die Begegnung mit den Menschen vor Ort und der interkulturelle Austausch. So bietet sich Dir die Chance, neue, internationale Erfahrungen zu sammeln und gleichzeitig einen Beitrag zur Förderung von gegenseitigem Verständnis und Respekt, unabhängig von Nationalität, ethnischer Zugehörigkeit oder Konfession zu leisten.

    Erfahre hier mehr über unsere Projekte!

    Auf dem Informationsseminar vom 22. bis 24. November 2019 in Bonn hast Du die Möglichkeit, die Kolping JGD und ihre Projekte noch besser kennenzulernen. Die JGD freuen sich auf Deine Bewerbung!

  • Feuerwehrkleidung gesucht!

    Sicher haben Sie in den Nachrichten von den Auseinandersetzungen in Chile erfahren.

    In diesen Tagen sind die Feuerwehren in Chile rund um die Uhr im Einsatz. Als Ergebnis der landesweiten Unruhen werden in vielen Städten Feuer gelegt und Zerstörungen verursacht. Dabei entspricht die Ausrüstung oft nicht den notwendigen Anforderungen. Daher benötigen wir Ihre Unterstützung und bitten Sie, die Kontakte zu den Hilfsorganisationen vor Ort zu nutzen.

    Wir suchen nach gut erhaltener Feuerwehrkleidung. Gerne Hosen, Jacken, Mäntel und Helme aller Art.

    Bitte nehmen Sie im Einzelfall Kontakt mit der Kolping-Recycling auf. Diese wird für den Transport nach Chile sorgen.

    Tel. 0661- 90 19 444, Fax 0661- 90 19 445, service(at)kolping-recycling.de

    Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

  • Tagung mit wegweisenden Beschlüssen

    Rückblick auf die Arbeit des Bundeshauptausschusses in Freiburg

    Der Bundeshauptausschuss des Kolpingwerkes Deutschland hat vom 8. bis 10. November mit rund 140 Teilnehmenden in Freiburg im Breisgau getagt. Der Bundeshauptausschuss ist das – zwischen den alle vier Jahre stattfindenden Bundesversammlungen – tagende Beschluss-, Kontroll-, Kooperations- und Koordinationsorgan des Kolpingwerkes Deutschland.

    Der Bundeshauptausschuss hat die Einsetzung einer Kommission „Leitbild-Entwicklung“ beschlossen. Im Rahmen einer außerordentlichen Bundesversammlung im Frühjahr 2022 soll die Fortschreibung des Leitbildes des Kolpingwerkes Deutschland beraten und beschlossen werden. Zugleich soll der Zukunftsprozess mit einer geplanten Großveranstaltung im Herbst 2022 in Köln seinen Abschluss finden.

    Das Kolpingwerk Deutschland unterstützt ausdrücklich den Synodalen Weg und wird sich aktiv daran beteiligen. Die Erklärung des Bundesvorstandes zum Synodalen Weg ist hier auf kolping.de veröffentlicht.

    Der Bericht der Arbeitsgruppe „Rentenmodell wurde zur Kenntnis genommen. Im Anschluss beauftragte der Bundeshauptausschuss den Bundesvorstand, eine rentenpolitische Positionierung für das Kolpingwerk Deutschland zu erarbeiten.

    Pater Michael Heinz, Hauptgeschäftsführer des Bischöflichen Hilfswerkes Adveniat würdigte am Samstagmorgen die seit fast fünf Jahren bestehende Kooperation mit dem Kolpingwerk Deutschland und berichtete von seiner Teilnahme an der Amazonassynode in Rom.

    Ausgewählte Erklärungen im Wortlaut hier auf kolping.de unter: https://www.kolping.de/presse-medien/news/erklaerungen/

  • Herbsttagung der Arbeitnehmer-Vizepräsidenten

    Die diesjährige Herbsttagung des Deutschen Handwerkskammertages (DHKT) hat in Heilbronn stattgefunden.

    In Heilbronn kamen die Arbeitnehmer-Vizepräsidenten des Deutschen Handwerkskammertages (DHKT) aus den Handwerkskammern zu ihrer diesjährigen Herbstagung zusammen. Vor den Berichten aus den Gremien des Handwerks hörten die Teilnehmenden zwei interessante Referate. Zunächst von Prof. Dr. Dr. Roland Benedikter zum Thema "Unterwegs zum 'neuen Menschen'? Transhumanismus und die heutige Verschmelzung von Mensch und Technik", im Anschluss dann über "Philosophie humaner Bildung" von Prof. Dr. h.c. Dr. Julian Nida Rümelin.

    Auf dem Bild sind neben Dr. Torben Schön und Reinhard Ockel vom Kolpingwerk Deutschland, jeweils außen, noch (v.l.) die Vizepräsidenten Jens Roost (HWK Rostock), Stefan Hövelmann (HWK Emsland), Vizepräsidentin Kathrin Zellner (HWK Niederbayern-Oberpfalz) sowie die Vizepräsidenten Peter Becker (HWK Saarland),  MIchael Lehnert (HWK Pfalz), Karl-Heinz Reidenbach (HWK Düsseldorf), Alexander Wendt (HWK Magdeburg), Ralf Noltemeyer (HWK Ostwestfalen) sowie Stefan Cibis (HWK Oldenburg).

  • Aktion Saubere Handys

    An der Online-Petition teilnehmen und Nein sagen zu den blutigen Geschäften mit Coltan!

    Für viele ist ein Leben ohne Smartphone kaum noch vorstellbar: ständige Erreichbarkeit, etwas schnell online nachschauen können – das gehört zu unserem Alltag. Im Rahmen der Handyspendenaktion, für die missio und das Kolpingwerk Deutschland kooperieren, wird immer wieder auf die Bestandteile des Smartphones aufmerksam gemacht. Denn die schöne Mobiltelefon-Welt hat auch eine blutige Seite.

    Rebellengruppen im Ostkongo erobern Coltanminen und verkaufen illegal das seltene Erz, das für die Herstellung von Handys benötigt wird. Die Zivilbevölkerung wird brutal vertrieben. Vergewaltigungen werden als Kriegswaffe eingesetzt. Stimmen für saubere Handys werden immer lauter. Erst wenn die Handyhersteller kein illegal gewonnenes Coltan mehr verwenden, werden keine Menschen mehr für dieses Erz vergewaltigt und vertrieben. Nur wenn es gelingt, dass es keine Nachfrage mehr nach diesem blutigen Erz gibt und dafür Wege geschaffen werden, den Abbau von Bodenschätzen wie Coltan zu einer lukrativen und gleichzeitig friedensfördernden Einnahmequelle für die Bevölkerung des Kongos zu machen, kann der Krieg dort ein Ende haben.

    Mit der Aktion Saubere Handys wird von den Handyherstellern gefordert, von ihren Lieferanten den Nachweis zu verlangen, dass sie für die Produktion der Handys kein Coltan aus der Demokratischen Republik Kongo verwenden, von dessen Handel Milizen profitieren. Dieser Nachweis muss durch externe Kontrollen überprüft werden. An der Online-Petition dazu kannst Du noch immer teilnehmen. Am 25. November 2019 werden die Unterschriften – es gibt schon über 50.000 – in Berlin im Beisein von Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, an die Handyhersteller übergeben.

    Zur Petition: www.missio-hilft.de/handypetition
    Video zur Aktion „Saubere Handys“: https://www.youtube.com/watch?v=4SvrfZjdYIA 

    Bilder: Robin Worrall on Unsplash, missio

  • Zukunftsdialog - Upgrade hautnah (offen für alle Interessierten)

    Der Zukunftsprozess des Kolpingwerkes läuft bereits eine Weile. Nun geht es darum, erste Richtungsentscheidungen bei der Bundesversammlung im Herbst 2020 vorzubereiten.

    Darum wollen wir einen möglichst breiten Dialog führen zu den Tendenzen, die sich aktuell abzeichnen.

    Wie ist das konkret vor Ort in der Kolpingsfamilie umsetzbar?
    Welche Argumente gibt es für bestimmte Veränderungen? Welche Bedenken habt ihr?

    Dies und was an Hinweisen noch wichtig erscheint, wird an den Bundesverband weitergeleitet.

    Stehkaffe ab 9:30 Uhr

  • Keine Neue Steuern für die Weiterbildung!

  • Erfolgreiches Prüferseminar

    Das Kolpingwerk Deutschland hat in Kooperation mit dem DGB ein Seminar für ehrenamtliche Prüferinnen und Prüfer im Handwerk veranstaltet.

    20 Teilnehmende aus verschiedenen Handwerksberufen diskutierten in Neuhof (bei Fulda) vom 27. bis 29. September 2019 die Vorgaben aus der Prüfungsordnung und die praktische Anwendung in den Prüfungsausschüssen. Interessant war die Zusammensetzung der Teilnehmenden aus dem Bereich der Arbeitnehmerseite, Lehrerinnen und Lehrern aus den Berufskollegs sowie von der Arbeitgeberseite. Informiert wurde auch über die zu erwartenden Änderungen im Berufsbildungsgesetz (BBiG) mit den Auswirkungen auf die Prüfungsordnung. Dazu gehörten auch die Forderungen der Gewerkschaften und die aktuelle Stellungnahme des Kolpingwerkes Deutschland zu diesem Thema. Für das Kolpingwerk Deutschland nahmen von der Kommission Handwerk Bernd Münzenhofer und Reinhard Ockel teil.

    Für 2020 sind wieder zwei gemeinsame Prüferseminare geplant.

  • Kolpingwerk Deutschland unterstützt den „synodalen Weg“

    Professor Dr. Sternberg, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), war Gast bei der diesjährigen Tagung der Sekretäre und Geschäftsführer der Diözesan- und Landesverbände / Regionen im Kolpingwerk Deutschland in Rückersbach.

    Der Präsident des ZdK skizzierte die Entwicklung und den aktuellen Stand des "synodalen Weges". In einem intensiven Austausch wurden nicht nur Sorgen und Schwierigkeiten, sondern besonders die Notwendigkeit und die Chancen des "synodalen Weges" erläutert. Zugleich gab er einen realistischen Blick in Bezug auf die Erwartungen des "synodalen Weges". Dialog und nicht Dialogverweigerung sind Grundvoraussetzungen für das Gelingen. Dieser Dialog ist Aufgabe des gesamten Volkes Gottes.

    Der "synodale Weg" gelingt nur gemeinsam mit den Gläubigen. Sie müssen teilhaben an dem lebendigen Prozess. Erfreulich ist, dass alle Texte veröffentlicht wurden und zugänglich sind. Rosalia Walter, die Geistliche Leiterin des Kolpingwerkes, betonte im Austausch mit Prof. Sternberg: "Die christliche Grundberufung ist die Taufe. Es gibt zwar verschiedene Charismen, diese sind jedoch alle gleichwertig. Die Weihe erhöht die christliche Berufung nicht." Die Auseinandersetzung mit den Themen des "synodalen Weges" kann jeden Christen für seine Berufung stärken. Deshalb ist es sinnvoll, sich auch in den bundesweit mehr als 2.400 Kolpingsfamilien mit den Themen des "synodalen Weges" auseinanderzusetzen. Eine entsprechende Handreichung dazu ist in Vorbereitung.

    Bundespräses Josef Holtkotte berichtete von seinen guten Erfahrungen von der erweiterten gemeinsamen Konferenz: "Ich erlebte dort eine hörende Kirche, Bischöfe, Priester, getaufte Männer und Frauen, die miteinander geistlich unterwegs sein wollen. Alle Themen der vier Foren konnten offen besprochen werden."

    Professor Sternberg dankte dem Bundesvorstand des Kolpingwerkes Deutschland, der sich bereits im April 2019 in einer Erklärung positiv für den "synodalen Weg" ausgesprochen und seine Bereitschaft bekundet hat, diesen zu unterstützen. Auch beim Bundeshauptausschuss vom 8. bis 10. November 2019 in Freiburg wird ein Antrag zum "synodalen Weg" durch den Bundesvorstand eingebracht.

  • Bluttest auf Trisomie

    Gerade wenn (und weil) nach einem positiven Testergebnis mehr Empfehlung zur Selektion denn Begleitung stattfinden, spricht sich das Kolpingwerk Diözesanverband Trier gegen einen von den Krankenkassen finanzierten Test zur Früherkennung von Trisomie aus. Es braucht vielmehr ein gesellschaftliches Umdenken, das zu einer höheren Akzeptanz von Menschen führt, die aus der Norm fallen. Jeder Mensch hat einen Anspruch auf Schutz seines Lebens. Niemand ist berechtigt zu entscheiden, wann ein Leben lebenswert ist.
    Foto von Drivaspacheco Daniel Rivas Pacheco - Eigene werk, CC BY-SA 3.0

    Pressemitteilung