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Nachrichten


Aktuelle Stellungnahmen Kolpingwerk

Das Kolpingwerk hat vor kurzem Stellung bezogen zu zwei aktuellen Themen.

Es sagt Nein zu Sanktionen für Hartz-IV-Empfänger und positioniert sich in der Debatte um eine Zulassung des Bluttests auf Trisomie 21.

Beide Stellungnahmen finden Sie im Bereich Positionen hier auf unserer Homepage.

  • Tagung mit wegweisenden Beschlüssen

    Rückblick auf die Arbeit des Bundeshauptausschusses in Freiburg

    Der Bundeshauptausschuss des Kolpingwerkes Deutschland hat vom 8. bis 10. November mit rund 140 Teilnehmenden in Freiburg im Breisgau getagt. Der Bundeshauptausschuss ist das – zwischen den alle vier Jahre stattfindenden Bundesversammlungen – tagende Beschluss-, Kontroll-, Kooperations- und Koordinationsorgan des Kolpingwerkes Deutschland.

    Der Bundeshauptausschuss hat die Einsetzung einer Kommission „Leitbild-Entwicklung“ beschlossen. Im Rahmen einer außerordentlichen Bundesversammlung im Frühjahr 2022 soll die Fortschreibung des Leitbildes des Kolpingwerkes Deutschland beraten und beschlossen werden. Zugleich soll der Zukunftsprozess mit einer geplanten Großveranstaltung im Herbst 2022 in Köln seinen Abschluss finden.

    Das Kolpingwerk Deutschland unterstützt ausdrücklich den Synodalen Weg und wird sich aktiv daran beteiligen. Die Erklärung des Bundesvorstandes zum Synodalen Weg ist hier auf kolping.de veröffentlicht.

    Der Bericht der Arbeitsgruppe „Rentenmodell wurde zur Kenntnis genommen. Im Anschluss beauftragte der Bundeshauptausschuss den Bundesvorstand, eine rentenpolitische Positionierung für das Kolpingwerk Deutschland zu erarbeiten.

    Pater Michael Heinz, Hauptgeschäftsführer des Bischöflichen Hilfswerkes Adveniat würdigte am Samstagmorgen die seit fast fünf Jahren bestehende Kooperation mit dem Kolpingwerk Deutschland und berichtete von seiner Teilnahme an der Amazonassynode in Rom.

    Ausgewählte Erklärungen im Wortlaut hier auf kolping.de unter: https://www.kolping.de/presse-medien/news/erklaerungen/

  • Ab ins Ausland? Bewirb Dich jetzt!

    Du hast Lust auf einen Freiwilligendienst? Mit den Kolping Jugendgemeinschaftsdiensten (JGD) kannst Du Dich ein Jahr lang ehrenamtlich in Afrika, Asien, Lateinamerika oder Ozeanien engagieren.

    Du bist zwischen 18 und 28 Jahren alt und hast Lust, für ein Jahr in einem fremden Land zu leben und zu arbeiten? Die Kolping JGD haben die aktuelle Bewerbungsfrist für Freiwilligendienste bis zum 10. November 2019 verlängert. Nutze die Chance und bewirb Dich jetzt für Deinen weltwärts-Freiwilligendienst!

    Spannende Projekte erwarten Dich in Asien, Afrika, Lateinamerika und Ozeanien. Ob als Auszeit vom Job oder sinnvolle Überbrückung zwischen Schule, Ausbildung oder Studium – mit den Kolping JGD kannst Du Land, Menschen und Kultur intensiv und hautnah erleben. Dabei arbeitest Du vor Ort in der Regel in einem sozialen oder gemeinnützigen Projekt mit. Die meisten Projekte liegen im ökologischen, handwerklichen und pädagogischen Bereich – lassen aber auch Spielraum für spezielle Fähigkeiten und Interessen. Zentral ist dabei die Begegnung mit den Menschen vor Ort und der interkulturelle Austausch. So bietet sich Dir die Chance, neue, internationale Erfahrungen zu sammeln und gleichzeitig einen Beitrag zur Förderung von gegenseitigem Verständnis und Respekt, unabhängig von Nationalität, ethnischer Zugehörigkeit oder Konfession zu leisten.

    Erfahre hier mehr über unsere Projekte!

    Auf dem Informationsseminar vom 22. bis 24. November 2019 in Bonn hast Du die Möglichkeit, die Kolping JGD und ihre Projekte noch besser kennenzulernen. Die JGD freuen sich auf Deine Bewerbung!

  • Herbsttagung der Arbeitnehmer-Vizepräsidenten

    Die diesjährige Herbsttagung des Deutschen Handwerkskammertages (DHKT) hat in Heilbronn stattgefunden.

    In Heilbronn kamen die Arbeitnehmer-Vizepräsidenten des Deutschen Handwerkskammertages (DHKT) aus den Handwerkskammern zu ihrer diesjährigen Herbstagung zusammen. Vor den Berichten aus den Gremien des Handwerks hörten die Teilnehmenden zwei interessante Referate. Zunächst von Prof. Dr. Dr. Roland Benedikter zum Thema "Unterwegs zum 'neuen Menschen'? Transhumanismus und die heutige Verschmelzung von Mensch und Technik", im Anschluss dann über "Philosophie humaner Bildung" von Prof. Dr. h.c. Dr. Julian Nida Rümelin.

    Auf dem Bild sind neben Dr. Torben Schön und Reinhard Ockel vom Kolpingwerk Deutschland, jeweils außen, noch (v.l.) die Vizepräsidenten Jens Roost (HWK Rostock), Stefan Hövelmann (HWK Emsland), Vizepräsidentin Kathrin Zellner (HWK Niederbayern-Oberpfalz) sowie die Vizepräsidenten Peter Becker (HWK Saarland),  MIchael Lehnert (HWK Pfalz), Karl-Heinz Reidenbach (HWK Düsseldorf), Alexander Wendt (HWK Magdeburg), Ralf Noltemeyer (HWK Ostwestfalen) sowie Stefan Cibis (HWK Oldenburg).

  • Aktion Saubere Handys

    An der Online-Petition teilnehmen und Nein sagen zu den blutigen Geschäften mit Coltan!

    Für viele ist ein Leben ohne Smartphone kaum noch vorstellbar: ständige Erreichbarkeit, etwas schnell online nachschauen können – das gehört zu unserem Alltag. Im Rahmen der Handyspendenaktion, für die missio und das Kolpingwerk Deutschland kooperieren, wird immer wieder auf die Bestandteile des Smartphones aufmerksam gemacht. Denn die schöne Mobiltelefon-Welt hat auch eine blutige Seite.

    Rebellengruppen im Ostkongo erobern Coltanminen und verkaufen illegal das seltene Erz, das für die Herstellung von Handys benötigt wird. Die Zivilbevölkerung wird brutal vertrieben. Vergewaltigungen werden als Kriegswaffe eingesetzt. Stimmen für saubere Handys werden immer lauter. Erst wenn die Handyhersteller kein illegal gewonnenes Coltan mehr verwenden, werden keine Menschen mehr für dieses Erz vergewaltigt und vertrieben. Nur wenn es gelingt, dass es keine Nachfrage mehr nach diesem blutigen Erz gibt und dafür Wege geschaffen werden, den Abbau von Bodenschätzen wie Coltan zu einer lukrativen und gleichzeitig friedensfördernden Einnahmequelle für die Bevölkerung des Kongos zu machen, kann der Krieg dort ein Ende haben.

    Mit der Aktion Saubere Handys wird von den Handyherstellern gefordert, von ihren Lieferanten den Nachweis zu verlangen, dass sie für die Produktion der Handys kein Coltan aus der Demokratischen Republik Kongo verwenden, von dessen Handel Milizen profitieren. Dieser Nachweis muss durch externe Kontrollen überprüft werden. An der Online-Petition dazu kannst Du noch immer teilnehmen. Am 25. November 2019 werden die Unterschriften – es gibt schon über 50.000 – in Berlin im Beisein von Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, an die Handyhersteller übergeben.

    Zur Petition: www.missio-hilft.de/handypetition
    Video zur Aktion „Saubere Handys“: https://www.youtube.com/watch?v=4SvrfZjdYIA 

    Bilder: Robin Worrall on Unsplash, missio

  • Keine Neue Steuern für die Weiterbildung!

  • Erfolgreiches Prüferseminar

    Das Kolpingwerk Deutschland hat in Kooperation mit dem DGB ein Seminar für ehrenamtliche Prüferinnen und Prüfer im Handwerk veranstaltet.

    20 Teilnehmende aus verschiedenen Handwerksberufen diskutierten in Neuhof (bei Fulda) vom 27. bis 29. September 2019 die Vorgaben aus der Prüfungsordnung und die praktische Anwendung in den Prüfungsausschüssen. Interessant war die Zusammensetzung der Teilnehmenden aus dem Bereich der Arbeitnehmerseite, Lehrerinnen und Lehrern aus den Berufskollegs sowie von der Arbeitgeberseite. Informiert wurde auch über die zu erwartenden Änderungen im Berufsbildungsgesetz (BBiG) mit den Auswirkungen auf die Prüfungsordnung. Dazu gehörten auch die Forderungen der Gewerkschaften und die aktuelle Stellungnahme des Kolpingwerkes Deutschland zu diesem Thema. Für das Kolpingwerk Deutschland nahmen von der Kommission Handwerk Bernd Münzenhofer und Reinhard Ockel teil.

    Für 2020 sind wieder zwei gemeinsame Prüferseminare geplant.

  • Kolpingwerk Deutschland unterstützt den „synodalen Weg“

    Professor Dr. Sternberg, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), war Gast bei der diesjährigen Tagung der Sekretäre und Geschäftsführer der Diözesan- und Landesverbände / Regionen im Kolpingwerk Deutschland in Rückersbach.

    Der Präsident des ZdK skizzierte die Entwicklung und den aktuellen Stand des "synodalen Weges". In einem intensiven Austausch wurden nicht nur Sorgen und Schwierigkeiten, sondern besonders die Notwendigkeit und die Chancen des "synodalen Weges" erläutert. Zugleich gab er einen realistischen Blick in Bezug auf die Erwartungen des "synodalen Weges". Dialog und nicht Dialogverweigerung sind Grundvoraussetzungen für das Gelingen. Dieser Dialog ist Aufgabe des gesamten Volkes Gottes.

    Der "synodale Weg" gelingt nur gemeinsam mit den Gläubigen. Sie müssen teilhaben an dem lebendigen Prozess. Erfreulich ist, dass alle Texte veröffentlicht wurden und zugänglich sind. Rosalia Walter, die Geistliche Leiterin des Kolpingwerkes, betonte im Austausch mit Prof. Sternberg: "Die christliche Grundberufung ist die Taufe. Es gibt zwar verschiedene Charismen, diese sind jedoch alle gleichwertig. Die Weihe erhöht die christliche Berufung nicht." Die Auseinandersetzung mit den Themen des "synodalen Weges" kann jeden Christen für seine Berufung stärken. Deshalb ist es sinnvoll, sich auch in den bundesweit mehr als 2.400 Kolpingsfamilien mit den Themen des "synodalen Weges" auseinanderzusetzen. Eine entsprechende Handreichung dazu ist in Vorbereitung.

    Bundespräses Josef Holtkotte berichtete von seinen guten Erfahrungen von der erweiterten gemeinsamen Konferenz: "Ich erlebte dort eine hörende Kirche, Bischöfe, Priester, getaufte Männer und Frauen, die miteinander geistlich unterwegs sein wollen. Alle Themen der vier Foren konnten offen besprochen werden."

    Professor Sternberg dankte dem Bundesvorstand des Kolpingwerkes Deutschland, der sich bereits im April 2019 in einer Erklärung positiv für den "synodalen Weg" ausgesprochen und seine Bereitschaft bekundet hat, diesen zu unterstützen. Auch beim Bundeshauptausschuss vom 8. bis 10. November 2019 in Freiburg wird ein Antrag zum "synodalen Weg" durch den Bundesvorstand eingebracht.

  • Bluttest auf Trisomie

    Gerade wenn (und weil) nach einem positiven Testergebnis mehr Empfehlung zur Selektion denn Begleitung stattfinden, spricht sich das Kolpingwerk Diözesanverband Trier gegen einen von den Krankenkassen finanzierten Test zur Früherkennung von Trisomie aus. Es braucht vielmehr ein gesellschaftliches Umdenken, das zu einer höheren Akzeptanz von Menschen führt, die aus der Norm fallen. Jeder Mensch hat einen Anspruch auf Schutz seines Lebens. Niemand ist berechtigt zu entscheiden, wann ein Leben lebenswert ist.
    Foto von Drivaspacheco Daniel Rivas Pacheco - Eigene werk, CC BY-SA 3.0

    Pressemitteilung

     

  • Information des VDD - Berechnung von Lizenzgebühren durch die GEMA

    In den letzten Wochen sind beim Verband der Diözesen Deutschlands vermehrt Rückmeldungen und Nachfragen zu einzelnen Rechnungen der GEMA eingegangen. Eine Prüfung der diesen Rechnungen zugrundeliegenden Veranstaltungen hat gezeigt, dass dabei vielfältig Lizenzgebühren für die Musiknutzung bei Veranstaltungen in Rechnung gestellt wurden, die bereits über den zwischen dem VDD und der GEMA bestehenden Veranstaltungsvertrag pauschal vergütet sind.

    Auffällig ist insbesondere, dass für Konzerte der Ernsten Musik, der liturgischen Musik und Konzerte mit Gospelgesang kirchlichen Veranstaltern eine Lizenzgebühr berechnet wurde. Solche Musikaufführungen sind zwar melde-, nicht aber vergütungspflichtig. Diese Konzerte sind durch die jährlich durch den VDD zu zahlende Pauschalvergütung bereits vergütet, und zwar unabhängig davon,  ob von den Besuchern der Veranstaltung Eintritt verlangt wird oder nicht.

    Daneben sind kirchliche Veranstalter in letzter Zeit häufig mit Rechnungen für Filmaufführungen befasst gewesen. Der Vertrag zwischen dem VDD und der GEMA ist sehr veranstaltungsbezogen. Das heißt: Veranstaltungen wie Pfarrfeste, Jugendabende oder auch Seniorenveranstaltungen sind nicht gebührenpflichtig, unabhängig von der Wahl des Übertragungsgerätes. Filmaufführungen bei diesen Veranstaltungen sind ebenso wenig lizenzpflichtig wie die Nutzung von CD- oder MP3-Playern oder anderer Medien, die zur Übertagung von Musik genutzt werden. 

    Das Merkblatt zum Pauschalvertrag sowie den Fragebogen zur Anmeldung einer Veranstaltung könnt ihr hier abrufen.

    Bitte überprüft ihr bevor ihr eine Rechnung der GEMA begleichen anhand des Merkblattes und des Fragebogens, ob die Veranstaltung tatsächlich vergütungspflichtig ist. Überprüft bitte auch bereits geleistete Zahlungen an die GEMA auf ihre Rechtmäßigkeit anhand des Merkblattes und des Fragebogens. Bereits geleistete Zahlungen können von der GEMA zurückgefordert werden, wenn die betroffene Veranstaltung durch den Veranstaltungsvertrag pauschal abgegolten ist.

  • Die Klimafrage ist auch eine soziale Frage

    Für das Kolpingwerk Deutschland hängen das Wohl des Planeten und damit die Bewahrung der Schöpfung von der Klima- und Umweltpolitik ab.

    Dazu hat der Bundesvorstand des Kolpingwerkes Deutschland nun eine Erklärung veröffentlicht. Schon Ende Dezember 2015 hatte das Kolpingwerk Deutschland aus Anlass der Pariser Klimakonferenz erklärt, dass die Industrie- und Schwellenländer, die den Klimawandel maßgeblich verursachen, ihren Zusagen nachkommen müssen, die Erderwärmung einzudämmen (mehr dazu). In der Diskussion um die Kohlenstoffdioxid-Abgabe hat das Kolpingwerk Deutschland nun mit Bedauern festgestellt, dass die Bundesregierung ihre eigenen für 2020 gesteckten Ziele nicht einhalten wird. Der nationale Klimaschutzplan 2050 sieht vor, dass die Kohlendioxidemissionen bis 2020 um 40 Prozent – gemessen am Referenzjahr 1990 – gesenkt werden. Nach vorliegenden Prognosen wird dieses Ziel deutlich verfehlt, und selbst die weniger ambitionierten Klimaziele der Europäischen Union werden vermutlich nicht erreicht. Es fehlt an einem umfassenden Konzept mit geeigneten Steuerungsinstrumenten, um die nationalen und europäischen Klimaziele umzusetzen.

    Mit Blick auf den Koalitionsvertrag der Bundesregierung soll ein Klimaschutzgesetz auf den Weg gebracht werden. Wesentlicher Bestandteil eines solchen Gesetzes muss aus Sicht des Kolpingwerkes eine sozial ausgewogene und umfassende Belastung von Kohlendioxidemissionen sein. Bei Produzenten und Verbrauchern sollte gleichermaßen ein Bewusstsein dafür entsteht, dass ihr individuelles Handeln Rückwirkungen auf das Klima hat. Die Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen dürfen nicht unverhältnismäßig stark belastet werden.

    Die Bundesregierung ist gefordert, sowohl die nationalen Klimaziele konsequent einzuhalten als auch auf europäischer Ebene Impulse zu setzen. Es gilt, schnell und zugleich besonnen auf die großen Klimaveränderungen, die sich in Europa, aber auch weltweit ergeben, zu reagieren. Hierbei muss Deutschland seiner besonderen Verantwortung gerecht werden.

    Die Erklärung im Wortlaut liest Du hier.

    Bild: pixabay.com

  • Die AFD ist keine Alternative

    Neue Broschüre ist da

    Die Handreichung des Kolpingwerkes Deutschland zu Programm und Praxis der "Alternative für Deutschland" (AfD) steht allen Interessierten jetzt zur Verfügung.

    Die Bundesversammlung des Kolpingwerkes Deutschland 2018 in Köln hat den Bundesvorstand beauftragt, eine Handreichung zu erstellen. Sie soll dazu dienen, Aussagen im Grundsatz- und Wahlprogramm der „Alternative für Deutschland“ (AfD) auf Widersprüche zu Wertvorstellungen unseres Verbandes hin zu prüfen. Zudem wird in dieser Handreichung ein Überblick über die Argumentation und Strategie der AfD gegeben.

    Die AfD hat inzwischen bei vielen Menschen eine hohe Akzeptanz gefunden. Bei näherer Betrachtung entdeckt der politisch Interessierte jedoch ein anderes Bild. Die vorliegende Handreichung weist auf geschickt verschleiernde Argumentationen und gleichsam problematische Positionen der AfD hin. Sie versteht sich als eine Orientierungshilfe für interessierte Mitglieder, vor allem aber für die vielen Leitungskräfte im Verband. Ihnen soll die Handreichung zudem bei der Vorbereitung und Organisation von Veranstaltungen als Unterstützung dienen.

    Nach Ansicht des Kolpingwerkes widersprechen von der AfD propagierte Inhalte den Werten der freiheitlichen Demokratie. In der vorliegenden Handreichung wird verdeutlicht, dass es fundamentale Unterschiede gibt zwischen dem, wofür die AfD steht und dem, wofür das Kolpingwerk einsteht. Bei der aktiven Mitwirkung und Mitverantwortung an der Gestaltung einer menschenwürdigen Welt lassen sich Kolpingmitglieder von den Prinzipien der katholischen Soziallehre/christlichen Gesellschaftslehre – Personalität, Subsidiarität, Solidarität, Gemeinwohl und Nachhaltigkeit – leiten. Sie geben Orientierung für eine soziale Ordnung, die dem christlichen Menschenbild entspricht.

    Die Broschüre steht im Anhang dieser News zum Download als PDF bereicht. Als gedrucktes Exemplar kannst Du sie bei Sabine Hübsch (0221) 20701-145 oder E-Mail an sabine.huebsch[at]kolping.de bestellen.

  • Eine Wahl mit bitterem Beigeschmack

    An diesem Dienstag hat das Europäische Parlament Ursula von der Leyen zur Präsidentin der Europäischen Kommission gewählt. Damit hat sich eine Mehrheit der Abgeordneten für eine Kandidatin ausgesprochen, die bei den Wahlen zum Europäischen Parlament keine Rolle spielte. Die Kolpingjugend Deutschland sieht die Entwicklungen, die in den vergangenen Wochen zur Nominierung der neuen Präsidentin geführt haben, kritisch und lehnt eine Politik der Hinterzimmer entschieden ab.

    Die Erklärung finden Sie hier:

  • Noch wenige Plätze bei der Jugendpolitische Praxiswoche in Berlin

    Vom 24. bis 29. November findet die Jugendpolitische Praxiswoche in Berlin statt. Es sind noch wenige Plätze frei. Meldet Euch jetzt an!

    Bist Du zwischen 18 und 30 Jahren alt? Interessiert Dich Politik, und Du würdest gerne einmal einen Blick hinter die Kulissen des Deutschen Bundestages werfen? Dann ist die Jugendpolitische Praxiswoche der Kolpingjugend im Kolpingwerk Deutschland eine gute Gelegenheit für Dich. Als Teilnehmender kannst Du bei politischen Entscheidungen dabei sein, erlebst zahlreiche Termine und Sitzungen im Bundestag und kannst einem Mitglied des Deutschen Bundestages (MdB) bei der täglichen Arbeit über die Schulter schauen. Darüber hinaus werden auch gemeinsam mit den anderen Teilnehmenden exklusive Gespräche geführt, in diesem Jahr zum Beispiel mit Ursula Groden-Kranich, MdB, Bundesvorsitzende des Kolpingwerkes Deutschland.

    Weitere Informationen rund um die Anmeldung und Teilnahme findest Du im unten angehängten Flyer.

  • Kolpingwerk Deutschland und missio führen gemeinsame Handyaktion fort

    Mehr als 13.000 ausgediente Handys haben Kolpingsfamilien in den vergangenen zwölf Monaten zusammengetragen. Darin enthalten sind rund 300 Gramm Gold, zwei Kilogramm Silber und fast 100 Kilogramm Kupfer. An diesen Erfolg will das Kolpingwerk zusammen mit missio Aachen und missio München anknüpfen und weiterhin gemeinsam Handys sammeln. Das verkündeten die Kooperationspartner am Samstag, den 15. Juni 2019, beim St. Augustiner Klosterfest der Steyler Missionare. Zum Weltflüchtlingstag 2018 hatten das Kolpingwerk Deutschland und das Internationale Katholische Missionswerk missio ihre gemeinsame Handy-Spendenaktion gestartet.

    „Mit unserer Beteiligung an der Handyspendenaktion schaffen wir ein Bewusstsein für die mit der Rohstoffgewinnung für Handys verbundenen Fluchtursachen“, sagt Klaudia Rudersdorf, die stellvertretende Bundesvorsitzende des Kolpingwerkes Deutschland. Wir werden mit unserem Erlösanteil aus der Handyaktion die Bewusstseinsbildung für die Bekämpfung von Fluchtursachen unterstützen.“

    „Die Kolpingsfamilien leisten in ihrem Umfeld einen wesentlichen Beitrag zur Bewusstseinsbildung im Umgang mit den Ressourcen dieser Erde“, betont der Leiter der Abteilung Bildung bei missio München, Dr. Christian Mazenik, mit Blick auf die Kooperation. „Ganz im Sinne der Papst-Enzyklika Laudato si tragen die Ortsverbände für unser gemeinsames Haus Sorge. Umso mehr freut es mich, dass die erfolgreiche Zusammenarbeit weitergeht.“

    Vom Recycling beziehungsweise der Wiederverwertung der Altgeräte profitieren die Umwelt sowie Hilfsprojekte in Deutschland und im Kongo. „missio konnte seit dem Start der Handy-Spendenaktion vielen Menschen in der Bürgerkriegsregion im Ost-Kongo helfen“, erklärt Dr. Eva-Maria Hertkens von missio Aachen. Mit einem Teil des Erlöses werden zwei Trauma-Zentren im Ost-Kongo unterstützt. Dort erhalten pro Jahr 400 Frauen und Männer seelsorgerische Hilfe, damit sie ein neues Leben beginnen können.“

    Weitere Informationen unter www.kolping.de/handyaktion
    und unter www.missio-hilft.de/kolping-handys

  • Informationen für interessierte Ehrenamtliche an der Mitarbeit im Leitungsteam und im Rat der Pfarrei

    Im Synodenabschlussdokument ist für das Leitungsteam der Pfarrei der Zukunft die Mitarbeit von bis zu zwei Ehrenamtlichen vorgesehen, die die Gesamtverantwortung für die Pfarrei teilen und Verantwortung für einzelne Bereiche übernehmen können (s. heraus gerufen S. 47, 2.10).

    Die Arbeit im Leitungsteam und die Arbeit im Rat der Pfarrei werden sich deutlich von der bisherigen Pfarreileitung und Gremienarbeit unterscheiden. Um ehrenamtlich Engagierten die Möglichkeit zu geben, sich über die Aufgaben und das Anforderungsprofil im Leitungsteam und im Rat der Pfarrei zu informieren, werden in den drei Visitations-
    bezirken Veranstaltungen zur Orientierung angeboten.

    Die Veranstaltungen richten sich an Engagierte, die die Umsetzung der Synode unterstützen wollen und das Rahmenleitbild der pfarrei anerkennen. Es sollen Personen angespochen werden, die mit Zuversicht und Offenheit Veränderungsprozesse gestalten und begleiten wollen und aus einem emanzipierten Christsein heraus ihren Glauben bezeugen können.

    Nähere Informationen finden Sie im Flyer

  • Kolping zum Berufsbildungsbericht 2019 der Bundesregierung

    Alle jungen Menschen brauchen einen Ausbildungsplatz!

    Köln – 23.05.2019
    In einer gemeinsamen Erklärung äußern sich das Kolpingwerk Deutschland, der Verband der
    Kolping-Bildungsunternehmen Deutschland und der Verband der Kolpinghäuser erfreut
    darüber, dass laut dem im April erschienenen Berufsbildungsbericht mehr
    Ausbildungsverträge abgeschlossen und neue Ausbildungsstellen geschaffen wurden.
    Kritisch sehen sie, dass noch immer 2,1 Millionen junge Erwachsene im Alter zwischen 20
    und 34 Jahren in Deutschland keinen Berufsabschluss erworben haben.
    Die vollständige Erklärung kann am Ende dieser Pressemeldung im Wortlaut nachgelesen
    werden.
    Kolping fordert die Bundesregierung und Sozialpartner dazu auf, allen jungen Menschen eine
    Ausbildung zu garantieren. Ebenso müssen geeignete Instrumente der Berufsvorbereitung
    für nicht oder noch nicht ausbildungsreife Jugendliche bereitgehalten werden.
    Eine weitere Forderung der Kolping-Verbände betrifft die unterschiedlichen
    Rahmenbedingungen für duale, schulische und außerbetriebliche Ausbildungen sowie die
    Verbesserung der Rahmenbedingungen von Ausbildungen: In diesem Zusammenhang
    begrüßt Kolping die Einführung einer Mindestausbildungsvergütung ab 2020. Diese sollte
    aber ebenso auch in den schulischen sowie außerbetrieblichen Ausbildungen, z.B. im
    Gesundheits- und Pflegebereich, eingeführt werden. Denn ein großer Teil der
    Auszubildenden ist von der Mindestausbildungsvergütung ausgeschlossen, da diese nur für
    die dualen Ausbildungsberufe gilt.
    Das Jugendwohnen muss zur Unterstützung der Berufsausbildung gefördert werden, da sich
    Ausbildungsbewerber und unbesetzte Ausbildungsstellen oft nicht am selben Ort befinden.
    Darüber hinaus kann ein flächendeckendes Auszubildendenticket, ähnlich dem
    Semesterticket für Studierende, zur Mobilität beitragen.
    Das duale Ausbildungssystem in Deutschland ist international hoch anerkannt: Junge
    Menschen werden in Betrieben und Berufsschulen erfolgreich zu Fachkräften ausgebildet.
    Diese Ausbildungskultur muss gestärkt werden, fordern die Kolping-Verbände, um auch
    junge Menschen mit schwierigen Ausgangsbedingungen auf dem Weg zu einem Abschluss zu
    unterstützen.
    Am 17. Mai 2019 hat Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung, auf
    Einladung von Ursula Groden-Kranich, MdB, Bundesvorsitzende des Kolpingwerkes
    Deutschland, an der Runde der Kolping-Bundestagsabgeordneten teilgenommen.
    Gemeinsam mit dem Bundespräsidium des Kolpingwerkes Deutschland diskutierte sie über
    Themen der beruflichen Bildung und die Kolping-Forderungen.

    Kolpingwerk Deutschland, Kolping-Bildungsunternehmen e.V.,Verband der Kolpinghäuser e.V.

    Pressestelle Kolpingwerk Deutschland
    Georg Wahl

    Den kompletten Wortlaut der Erklärung findet ihr hier.

  • Kolpingwerk kritisiert Angriff auf Selbstverwaltung

    Mit dem Entwurf zum "Faire-Kassenwahl-Gesetz" schlägt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn eine Einschränkung der sozialen Selbstverwaltung vor. Das Kolpingwerk Deutschland erinnert an andere Vorgaben im Koalitionsvertrag.

    Konkret möchte Spahn mit dem Gesetz u. a. den Spitzenverband Bund der Krankenkassen (GKV-Spitzenverband) professionalisieren. Das bedeutet, dass das Ehrenamt ausgeschlossen und durch hauptamtliche Vertreterinnen und Vertreter der Krankenkassen ersetzt wird. Bisher setzt sich der GKV-Spitzenverband aus Vertreterinnen und Vertretern der ehrenamtlichen Verwaltungsräte der Krankenkassen zusammen.

    Als anerkannte Arbeitsnehmerorganisation übt das Kolpingwerk Deutschland deutliche Kritik an diesem Teil des Gesetzes-Entwurf und fordert dessen Streichung. Das Kolpingwerk erinnert Minister Spahn außerdem an andere Vorgaben, die im Koalitionsvertrag formuliert wurden. Es heiße darin unmissverständlich, dass die Selbstverwaltung gestärkt werden solle.

    Zur Erklärung im Wortlaut

    Bild: pixabay.com

  • Aufbrechen, anpacken, verändern

    • Du bist zwischen 16 und 27 Jahre alt und hast diesen Sommer noch nichts vor?
    • Hast Du Lust neue Erfahrungen in einem anderen Land zu sammeln?

    Dann melde Dich an für ein Workcamp in Europa, Afrika, Asien, Ozeanien oder Amerika!

    Die Kolping Jugendgemeinschaftsdienste bieten ehrenamtlich geleitete Workcamps zur interkulturellen Begegnung an. Auf diesen Reisen erlebst Du als Teil einer kleinen Gruppe ein anderes Land und eine fremde Kultur: Du arbeitest in einem sozialen oder ökologischen Projekt mit Menschen vor Ort, teilst mit ihnen den Alltag und hast gemeinsam mit allen anderen Spaß. Der Umgang mit der Partnergruppe ermöglicht es dir, tiefe Einblicke in das Land abseits der Touristenpfade zu bekommen. Die letzte Woche im Projektland steht Dir und Deiner Gruppe zur freien Verfügung, um gemeinsam und auf eigene Kosten andere Landesteile zu erkunden.

    Spannende Workcamp-Beschreibungen findest Du auf www.kolping-jgd.de.
    Dort kannst Du Dich auch direkt für ein Camp anmelden.

  • Mutig gemeinsam handeln

    Das Kolpingwerk Deutschland äußert sich zu den Chancen des „verbindlichen synodalen Weg“, den die deutschen Bischöfe bei ihrer Vollversammlung in Lingen beschlossen haben.

    Das Kolpingwerk bestärkt die Bischöfe, diesen Weg mit dem Volk Gottes gemeinsam zu bestreiten, und fordert für den „synodalen Weg“ eine klare Struktur und Transparenz sowie die Verfolgung definierter verbindlicher Ziele. Junge Menschen, Frauen und Männer mit ihren vielfältigen Lebens- und Glaubenserfahrungen seien zu beteiligen. Um die katholische Kirche aus der moralischen Krise, in der sie sich befindet, herauszuführen, sei zielorientiertes gemeinsames Handeln erforderlich: Es geht um eine einladende Kirche, die den Menschen nahesteht. Das Kolpingwerk Deutschland wird den „synodalen Weg“ kritisch-konstruktiv und engagiert begleiten und unterstützen.

    Den vollen Wortlaut der Erklärung liest Du hier.

    Bild: Image by sabetheli from Pixabay

  • Kolping Upgrade vor Ort

    Neue Arbeitshilfe zum Zukunftsprozess erschienen

    Die Arbeitshilfe mit dem Titel „Kolping Upgrade vor Ort – Auf dem Weg zu Positionierungen“ richtet sich an Kolpingsfamilien, Einrichtungen und Unternehmen, die sich auch weiterhin vor Ort mit dem Zukunftsprozess des Kolpingwerkes auseinandersetzen wollen. Im Vorwort der stellv. Bundesvorsitzenden, Klaudia Rudersdorf, heißt es dazu:

    „Die Beschäftigung mit den Zukunftsfragen soll für alle örtlichen und überörtlichen Untergliederungen unseres Verbandes sowie seinen Einrichtungen und Unternehmen insgesamt fruchtbar werden. Die Beschäftigung vor Ort kann aber auch für die eigene Zukunft der jeweiligen Gemeinschaft wichtig sein und zu neuen und wirksamen Einsichten führen.“

    Alle Teilnehmenden des bundesweiten Zukunftsforums haben die Arbeitshilfe bereits während der Veranstaltung in Fulda erhalten. Darüber hinaus kann sie hier als PDF heruntergeladen und im Bundessekretariat bestellt werden bei Sabine Hübsch sabine.huebsch[at]kolping.de

  • In kleinen Podiumsgesprächen sowie mit Hilfe des Abstimmungstools Mentimeter wurden erste verbandliche Zukunftstendenzen entwickelt.

    In Debatten auf der Bühne unter digitaler Beteiligung des Plenums ging es beim Zukunftsforum in medias res:
    Was macht Kolping heute aus? Oder auch morgen? So lautete die erste Fragestellung. Sie nahm Bezug auf das in den Regionalforen diskutiertes Statement: „Das Kolping-Profil muss klarer werden. Verband, Einrichtun-gen und Unternehmen müssen sich zukünftig enger an diesem Profil orientieren als bisher.“ Schon aus der Mitgliederumfrage und den Regionalforen ging der Weg dabei in folgende vier Richtungen:

    • Engagement für die Verbesserung der Lebenssituation von Menschen
    • Engagement für junge Menschen
    • generationsübergreifende Zusammenarbeit
    • Internationales Engagement / Verantwortung für die Eine Welt

    Weiteres lesen Sie auf unserer Seite zum Zukunftsprozess

  • Zukunftsforscher Jörg Heynkes spricht über die Welt von übermorgen

    Der Unternehmer, Zukunftsforscher und Berater Jörg Heynkes berichtet über die herausragenden technologischen Entwicklungen, die in den kommenden Jahren unsere Gesellschaft nachhaltig verändern werden.

    Es ist ein Blick in die Welt von übermorgen, in der humanoide Roboter, Drohnen, Schwarmmobile, virtuelle Welten und viele andere neue Technologien unseren Alltag prägen werden.

    „Egal an welcher Stelle sie wirken, sie sind alle gleich davon betroffen“, so Henykes beim Kolping-Zukunftstforum in Fulda. Die Frage sei nur, wie sich unsere Welt von übermorgen darstellen wird. Die Bedeutung Deutschland und Europas auf dem Weltmarkt im Vergleich zu Amerika und Asien schrumpfe. Die Auseinandersetzung mit dem digitalen Fortschritt, der unweigerlich kommen werde, ist laut Heynkes in Deutschland mangelhaft. Wir müssten begreifen, dass wir das Privileg haben, diesen Prozess aktiv mitzugestalten.

    Er vergleicht die digitale Transformation mit dem Tsunami von Dezember 2004, dessen Wucht keiner hatte kommen sehen. Künstliche Intelligenz sei das Zentrum der vierten industriellen Revolution. Die Entwicklung von Robotern sei ein wichtiger Teil der Entwicklung, die er in der Bedeutung mit der Erfindung des Rades vergleicht. Wir werden erleben, dass Maschinen in Form von Robotern uns überall begleiten werden und uns das Leben erleichtern werden. Dies sei in fünf bis zehn Jahren so selbstverständlich wie heute der Staubsauger.  

    Ernährung, Energie und Mobilität sind für Jörg Henykes die großen Themen der zukünftigen Wandlungsprozesse. In Bezug auf das Klima stellt er fest: „Wenn wir es jetzt nichts machen, ist es zu spät.“ Die Technologien für die Bewältigung aller dieser Probleme seien heute schon vorhanden, wir müssten diese nur intelligent nutzen. Auch unsere Arbeitswelten würden sich dramatisch verändern, es werde mehr Kooperation auf analoger und digitaler Ebene geben und eine Entwicklung hin zu flachen Hierarchien und Schwarmintelligenz. „Das haben wir immer schon so gemacht – das geht nicht mehr!“

    Viele Menschen würden in den nächsten Jahren damit überfordert sein, ihren eigenen Transformationsprozess zu organisieren, die Kolping-Engagierten werden dabei die sein, die Hilfestellung leisten werden, spricht er an die Teilnehmer des Zukunftsforums gewandt. Wir müssten darauf achten, dass die Menschen im Zentrum dieser Entwicklung bleiben und uns kompetent und kreativ einbringen. Heynkes appelliert an die Mitglieder des Kolpingwerkes ihrerseits ebenfalls Zukunftsmacher zu werden und aktiv an der Gestaltung der sich rasant verändernden Welt mitzuwirken.    

  • Gemeinsam weltweit Kulturen mitleben!

    Der neue Katalog für die Workcamps der Kolping Jugendgemeinschaftsdienste (JGD) im Jahr 2019 ist erschienen. In einer Gruppe Gleichgesinnter erleben die Teilnehmenden ein anderes Land und eine andere Kultur, indem sie gemeinsam mit den Menschen vor Ort an einem sozialen oder ökologischen Projekt arbeiten, den Alltag teilen und Spaß haben. Teilnehmen können junge Menschen, die zwischen 16 und 27 Jahre alt sind.

    In frischer Optik zeigt der Katalog, in welchen Ländern Workcamps angeboten werden und informiert über weltweit stattfindende Projekte. Zum Beispiel können Jugendliche in Litauen bei einer Delfintherapie für benachteiligte Kinder mitwirken, auf einem Eselgestüt in Spanien mit anpacken oder sich im ländlichen Kenia bei der Kinderbetreuung einbringen. Diese und viele weitere Projekte sowie alle Informationen zur Anmeldung und zum Ablauf des Workcamps finden sich im neuen Katalog.

    Die Kolping Jugendgemeinschaftsdienste (JGD) des Kolpingwerkes Deutschland haben sich aus der 1953 gestarteten Aktion „Versöhnung über den Gräbern” mit dem Ziel der Wiederannäherung deutscher und französischer Jugendlicher in der Nachkriegszeit entwickelt. Ziel der JGD heute ist es, durch internationale, interkulturelle Jugendarbeit einen Beitrag zur Völkerverständigung zu leisten. Die Angebote sollen dazu beitragen, bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen ein Bewusstsein für soziale und gesellschaftliche Probleme zu schaffen und sie zur Übernahme sozialer Verantwortung in der Gesellschaft anzuregen.

    Der Katalog kann kostenlos bei den
    Kolping Jugendgemeinschaftsdiensten, St.-Apern-Str. 32, 50606 Köln, Telefon: +49 221 20701-121/-122, Telefax: +49 221 20701-129, E-Mail: jgd(at)kolping.de,
    im Diözesanbüro angefordert oder hier heruntergeladen werden: www.kolping-trier.de/internationales/workcamps/

  • Was uns antreibt: Kolpingmitglieder engagiert in der sozialen Selbstverwaltung

    2018 fand die Sozialwahl statt, bei der sich auch viele Mitglieder aus dem Kolpingwerk Trier zur Wahl gestellt haben. Viele Kolpingmitglieder sind aktiv in den Verwaltungsräten und Vertreterversammlungen der Krankenkassen und Rentenversicherungen, den Widerspruchsausschüssen oder als Rentenversichertenberater.

    Eine jetzt veröffentlichte Studie der Ersatzkassen analysiert die ehrenamtliche Arbeit der gewählten Vertreter in den Sozialparlamenten:

    Zwei Drittel der bei der Sozialwahl gewählten Vertreter kommen aus der freien Wirtschaft. Die Mehrheit verbindet die ehrenamtliche Arbeit mit einer Berufstätigkeit in Vollzeit. Das hat eine neue Studie des Verbands der Ersatzkassen (vdek) zur ehrenamtlichen Arbeit in den Sozialparlamenten ergeben. Für die Studie wurden 234 Selbstverwalterinnen und Selbstverwalter der Ersatzkassen zu ihren persönlichen Motiven, ihrem Zeiteinsatz und ihrem beruflichen Hintergrund befragt.

    Uwe Klemens, vdek-Verbandsvorsitzender und Versichertenvertreter betont: „Mit der Studie wollen wir zu einem besseren Verständnis über die Aufgaben und Prozesse der sozialen Selbstverwaltung beitragen und für das ehrenamtliche Engagement werben – in der Öffentlichkeit und in der Politik.“ Und die Bundeswahlbeauftragte Rita Pawelski erklärt: „Das ehrenamtliche Engagement verdient unsere Anerkennung. Die Selbstverwalterinnen und Selbstverwalter investieren viel Zeit und Engagement, um die medizinische Versorgung zu verbessern und das Gesundheitswesen zu gestalten.“

    Grundsätzlich wird das Ehrenamt in der sozialen Selbstverwaltung häufig über mehrere Wahlperioden ausgeübt. Rund 73 Prozent der Befragten sind seit zwei oder mehreren Wahlperioden in der Selbstverwaltung tätig. Insbesondere seit der letzten Sozialwahl 2017 engagieren sich jedoch mehr Frauen und junge Menschen. 28 Prozent der gewählten Vertreterinnen und Vertreter sind in ihrer ersten Wahlperiode für die Ersatzkassen im Einsatz. Davon sind 42 Prozent weiblich und 38 Prozent unter 50 Jahre alt.

     

    Die Mehrheit der Befragten verbinden Beruf und Ehrenamt miteinander und bringen eine ausgewiesene, solide berufliche Expertise in die ehrenamtliche Tätigkeit ein. 62 Prozent der Befragten sind berufstätig, mehrheitlich in Vollzeit (56 Prozent). 36 Prozent sind heute im Vorruhestand oder im Ruhestand – zuvor waren sie aber durchweg berufstätig. 53 Prozent der befragten Selbstverwalterinnen und Selbstverwalter sind oder waren mehrheitlich in einem Unternehmen beschäftigt, 34 Prozent im öffentlichen Dienst und 12 Prozent als Freiberufler. Für die ehrenamtliche Tätigkeit wenden sie im Durchschnitt drei Arbeitstage im Monat auf (23 Stunden).

    Einen Aufgabenschwerpunkt sehen die befragten Vertreterinnen und Vertreter der sozialen Selbstverwaltung in der individuellen Beratung der Versicherten (64 Prozent). Auch auf eine qualitativ hochwertige Versorgung hinzuwirken (62 Prozent) und die sozialen Systeme weiterzuentwickeln (58 Prozent) zählen zu den Schwerpunkten. Aber auch der Umgang mit den Beitragsgeldern oder die Weiterentwicklung des kassenspezifisch gestaltbaren Sachleistungskatalogs sind wichtige Aufgabenfelder für die Versicherten- und Arbeitgebervertreter. Getragen wird ihr persönliches Engagement durch starke Überzeugungen und Werte. So gehören Solidarität, soziale Gerechtigkeit und Mitbestimmung zu den herausragenden Leitbildern.

    Erwartungen an die Politik: Die soziale Selbstverwaltung stärken

    Mehr Anerkennung seitens der Politik erwarten die ehrenamtlichen Versicherten- und Arbeitgebervertreter in den Verwaltungsräten der Ersatzkassen für ihre Arbeit in der sozialen Selbstverwaltung. „87 Prozent der Befragten wünschen sich von der Politik ein klares Bekenntnis zum Prinzip der Selbstverwaltung. Um den großen zeitlichen Einsatz und die persönliche Motivation zu fördern, ist es daher wichtig, dass der Gesetzgeber den ehrenamtlichen Selbstverwaltern den Rücken stärkt“, betont der vdek-Verbandsvorsitzende Klemens. Notwendig seien zudem weniger gesetzliche Beschränkungen, beispielsweise müsse die staatliche Aufsicht auf das notwendige Maß begrenzt werden. Weiterhin sprach sich Klemens für eine größere Dialogbereitschaft in der Politik aus.

    Weitere Informationen zum Engagement Kolpings in der sozialen Selbstverwaltung erteilt Martin Plail (martin.plail@kolping-trier.de).