Zukunftsprozess: Kolping upgrade


Kolping upgrade

... unser Weg in die Zukunft

Die Bundesversammlung hat beschlossen, zur Zukunftssicherung des Kolpingwerkes Deutschland einen verbandsweiten Zukunftsprozess zu initiieren. Die Ergebnisse des Zukunftsprozesses sollen sich u. a. in einer Weiterentwicklung des Leitbildes „Kolping – verantwortlich leben, solidarisch handeln“ niederschlagen, über das die Bundesversammlung 2020 beschließen soll. 

Ziel des Zukunftsprozesses ist die Aktivierung unseres Mitgliederverbandes und die Klärung und Sicherung der Rolle und des gesellschaftlichen Beitrags von Kolping in einer sich wandelnden Gesellschaft. Der Zukunftsprozess basiert und reagiert auf gesellschaftliche und kirchliche Veränderungsprozesse und Entwicklungen – wie z.B. dem demografischen Wandel – und stellt sich den relevanten Fragen, die sich daraus für das Kolpingwerk Deutschland ergeben.

Themen des Zukunftsprozesses

  • Kolping hat ein klares Profil (in Wort und Tat) und steht als Marke sowie als ein zivilgesellschaftlicher Akteur für etwas Bestimmtes.
  • Kolping versteht sich als Teil der katholischen Kirche – ist Kirche.
  • Kolping versteht sich als ein starker Mitgliederverband mit verbandlichen Einrichtungen und Unternehmen
  • Kolping Personalentwicklung, Strukturen, Prozesse

Wie geht`s nach den Regionalforen weiter?

Alle Kolpingsfamilien sind eingeladen, sich am Zukunftsprozess zu beteiligen. Nach den Regionalforen gibt es weitere Möglichkeiten. In einer Dokumentation werden die Ergebnisse der Regionalforen 2018 sowie zahlreiche Statements und Einschätzungen der Teilnehmenden dokumentiert. Erste Ergebnisse zeichnen sich ab, jedoch ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts entschieden! Die Dokumentation ist in Erarbeitung und wird zeitnah veröffentlicht.

I. Handreichung für Kolpingsfamilien
Eine erste Handreichung für einen Diskussionsabend zum Zukunftsprozess in den Kolpingsfamilien und deren Gruppen vor Ort liegt vor. Diese ist auch weiterhin im Bundessekretariat abrufbar. Die Handreichung enthält einen Gestaltungsvorschlag, wie eine Gesprächsrunde zu unserem Zukunftsprozess ablaufen und aussehen kann. Bereits jetzt liegen uns erste Rückmeldungen und Diskussionsergebnisse vor. Dafür sind wir sehr dankbar. Alle Diskussionsergebnisse, die uns erreichen, werden wir in einer eigenen Dokumentation veröffentlichen.

II. Handreichung für Kolpingsfamilien
In Erarbeitung ist bereits eine zweite Handreichung für Kolpingsfamilien. Inhaltlich werden in dieser Handreichung einige Themen und Aussagen zum Zukunftsprozesses – die im Rahmen der Regionalforen 2018 zur Diskussion standen – erneut aufgegriffen. Sie enthält methodische Anregungen zur Diskussion im kleinen Kreis. Die Handreichung – sie versteht sich als eine Ergänzung der ersten Handreichung – wird im September 2018 vorliegen. Alle Kolpingsfamilien werden sie dann erhalten.

Zukunftsforum 2019 in Fulda
Wir reden nicht von Basisdemokratie, wir machen das! Wir nehmen uns Zeit, die Regionalforen 2018 waren ein erster wichtiger Schritt. Deren Ergebnisse werden in unser Zukunftsforum am 30. März 2019 in Fulda münden, zu dem wir mehr als 1.500 Teilnehmende erwarten. Dort soll weitere Meinungsbildung herbeigeführt werden, auf deren Grundlage die Bundesversammlung im Jahr 2020 in Köln dann – voraussichtlich erste – Richtungsbeschlüsse fassen kann.

 


Regionalforen – Rückblick

„Ich bin begeistert von den vielen Eindrücken und der Motivation. Wir sind ein starkes Netzwerk, das motivierend wirkt. Wichtig ist: Strukturen anpassen und in der Zukunft mit Herzblut dabei sein“, so die Rückmeldung einer Teilnehmenden am Regionalforum.

Der Wunsch nach Veränderung und Begeisterung für Kolping bestimmten die Regionalforen 2018. Mit großer Dankbarkeit dürfen wir auf die 20 bundesweiten Regionalforen im April zurückblicken. An die 2.000 interessierte und hochmotivierte Kolpingmitglieder kamen zusammen, um miteinander Fragen über die Zukunft unseres Verbandes zu besprechen. Fragen, die von großem Belang sind.

Die Regionalforen konnten nur gelingen und damit zu einem großen verbandlichen Ereignis werden, weil sich viele Kolpingmitglieder engagiert eingebracht und die Organisatoren unterstützt haben, sei es bei der organisatorischen Vorbereitung oder der tatsächlichen Durchführung. Bundessekretär Ulrich Vollmer dankt daher den Mitgliedern der Diözesanvorstände und des Bundesvorstandes, den Mitarbeitenden in den Diözesanbüros und im Bundessekretariat, den Freundinnen und Freunden aus den Kolpingsfamilien sowie den vielen Helfenden vor Ort. "Ohne diese hätten wir das so nicht geschafft! Diese großartige Unterstützung ist Zeugnis für unseren großen Zusammenhalt im Verband."



Folgende Schritte sind für den Zukunftsprozess vorgesehen:

2017 – Vorbereitung und Sensibilisierung

Das Jahr 2017 dient der inhaltlichen und organisatorischen Vorbereitung sowie der Einstimmung des Verbandes auf den Zukunftsprozess. Die verbindlichen Medien, u.a „Idee & Tat“, berichten kontinuierlich sowohl über Fragestellungen und Hintergründe des Zukunftsprozesses. Zudem soll als Grundlage für die weiteren Schritte eine Mitgliederbefragung durchgeführt werden. Zur Beteiligung an der Mitgliederumfrage sind alle 235.000 Mitglieder im Kolpingwerk Deutschland eingeladen. Sie erhielten im Juli den Fragebogen als Beilage im Kolpingmagazin. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, den Fragebogen im Internet unter www.kolping.de/mitgliederumfrage auszufüllen. Aus organisatorischen Gründen wird die Online-Befragung bevorzugt. Eine Teilnahme ist bis zum 31. August 2017 möglich.

2018 – Regionale Zukunftsforen

An allen vier Samstagen im April 2018 (7.4.18, 14.4.18, 21.4.18 und 28.4.18) werden regionale Zukunftsforen als Tagesveranstaltungen geplant. Die Anreise zu den bundesweit 20 Orten soll so kurz wie möglich sein. Die Ergebnisse der Mitgliederbefragung sollen als Arbeitsbasis genutzt werden.

Eines der Zukunftsforen wird am 14. April 2018 in Trier stattfinden.

Ziel ist, die Themen und die Relevanz in den Verband hinein zu tragen und für notwendige Entwicklungen und deren Auslöser zu sensibilisieren. Inhaltlich dienen die Zukunftsforen bereits einer ersten gemeinsamen Meinungsbildung.

Um eine breite Mitwirkung zu erreichen, sollen die Teilnehmenden über Ort und Termin selbst entscheiden können. Aus jeder Kolpingsfamilie können bis zu vier Delegierte – darunter möglichst eine Vertretung der Kolpingjugend – sowie aus jeder Einrichtung bis zu zwei Delegierte teilnehmen. Wird die Zahl von rund 7500 Plätzen nicht durch die Vertretungen der Kolpingsfamilien und Einrichtungen bis zum Jahreswechsel 2017/18 ausgeschöpft, können sich auch interessierte Mitglieder anmelden. Die Reisekosten trägt jeder selbst oder werden vom Entsender übernommen, ansonsten entstehen durch die Teilnahme keine Kosten für die Teilnehmer. Der Bundesverband übernimmt die weiteren Kosten.

2019 – Bundesweites Zukunftsforum (Konvent)

Höhepunkt des Zukunftsprozesses ist ein bundesweites Zukunftsforum im Jahr 2019 mit bis zu 3.000 Teilnehmenden, das die Ergebnisse der regionalen Foren und der weiteren Partizipationsbereiche weiter konkretisiert und in Richtung von Entscheidungen ausarbeitet. Inhaltlich steht jedoch nicht der Austausch, sondern die intensive gemeinsame Arbeit an den Zukunftsthemen des Verbandes im Fokus.

2020 – Bundesversammlung

Neben der Aktivierung des Verbandes, die durch den gesamten Zukunftsprozess erfolgte, zielt er im Ergebnis darauf ab, im Jahr 2020 u.a. über eine Weiterentwicklung des Leitbild zu beschließen. Erkenntnisse des Prozesses werden so auch in der Programmatik des Verbandes verankert.

Kontinuierliche Partizipation und Beteiligungsmöglichkeiten

Neben den regionalen und dem bundesweiten Foren wird über den gesamten Verlauf des Zukunftsprozesses die Möglichkeit bestehen, sich zu beteiligen. Dies kann über digitale Medien oder über herkömmliche Kommunikationsformen geschehen. Alle Eingaben fließen in die Planung des jeweils nächsten Schrittes ein.

Arbeitsgruppe des Bundesvorstandes

Nach der Neuwahl durch die Bundesversammlung hat der Bundesvorstand auf seiner konstituierenden Sitzung am 9. und 10. Dezember 2016 die Arbeitsgruppe Zukunftsprozessberufen. Sie wird von Klaudia Rudersdorf geleitet. Ihr gehören außerdem an: Harold Ries, Jutta Schaad, Mark Keuthen, Reinhard Ockel, Ernst Joßberger, Anna-Maria Högg, Ulrich Vollmer sowie David Agert (externer Berater).