Wir begrüßen Sie herzlich…

... auf den Seiten des Kolpingwerkes Diözesanverband Trier!

Wir laden Sie ein, auf unseren Seiten das vielfältige soziale, gesellschaftliche und internationale Engagement unseres Verbandes zu entdecken.

Informieren Sie sich, was Kolping ist und tut.
Jeder – unabhängig von einer Mitgliedschaft – ist uns willkommen.

  • Diözesanversammlung des Kolpingwerkes Diözesanverband Trier - Die Nöte der Zeit werden euch lehren, was zu tun ist

    Prof.Dr. Franz Segbers während seiner Rede
    Prof.Dr. Franz Segbers während seiner Rede
    Blick in die Versammlung
    Blick in die Versammlung
    Das Tagungspräsidium
    Das Tagungspräsidium
     

    Die Versammlung des Kolpingwerkes im Bistum Trier mit 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurde in diesem Jahr in Saarbrücken von einer der größten Kolpingsfamilien im Bistum ausgerichtet.

    Inhaltlich lag der Schwerpunkt bei der Auseinandersetzung mit aktuellen Themen unserer Zeit. Gemäß der Aussage des Verbandsgründers: „Die Nöte der Zeit werden euch lehren, was zu tun ist.“

    Hauptreferent Professor Dr. Franz Segbers sprach unter der Überschrift „Flüchtlinge –Botschafter weltweiten Unrechts“ über die vielfältigen Gründe für Flucht und unseren Anteil daran. „Kann man wirklich einen Unterschied machen zwischen Menschen, die vor Krieg fliehen und jenen, die vor katastrophalen Lebensbedingungen flüchten?“ fragte er. Man müsse bedenken, dass 17% der Weltbevölkerung 80% des Eigentums besitzen und damit auch breiten Zugriff auf billige Arbeitskräfte und billige Ressourcen. Letztlich sind wir mit schuldig an den Lebensbedingungen vieler armer Menschen.

    „Wir sind in der Gefahr, die Prinzipien der Menschlichkeit über Bord zu werfen und den gesunden Menschenversand.“ hob Segbers hervor. Bei 500 Mio. Einwohnern in Europa und 1 Mio. Flüchtlingen könne nicht von einer Bedrohung gesprochen werden. Angst sei sowieso kein guter Berater, arbeite sie doch oft mit Vermutungen. Es gelte, die Augen, die Ohren und das Herz zu öffnen und die Realität wahrzunehmen. Dann müsse man daraus seine Schlüsse ziehen.

    Für Segbers ist klar: „Ungerechte Verhältnisse haben keine Zukunft.  Es gibt ein globales Menschenrecht auf ein Leben in Würde. Das darf keiner Kosten-Nutzenrechnung unterliegen.“ Es müssten vielmehr Verhältnisse geschaffen werden, damit alle zu ihrem Recht kommen. Wir alle müssen für mehr Gerechtigkeit und Solidarität eintreten.

    Dabei würden Flüchtlinge uns nicht nur als Augenöffner dienen für die Verhältnisse in ihren Ländern. Sie führten uns auch die Verhältnisse und Schwierigkeiten in unserem Land vor Augen. Wohnungsprobleme oder den Abbau von öffentlichen Leistungen habe es vorher schon gegeben. Er werde jetzt nur deutlicher.

    Also stellt sich die Frage: Was tun? Da ist Segbers ganz deutlich: „Es gibt keine kleinen Lösungen. Die Antwort ist Gerechtigkeit.“

    Stephanie Nickels, die für den Bischof Grüße überbrachte berichtete unter anderem auch aus dem Willkommens-Netz des Bistums für Flüchtlinge. Sie lud dazu ein, erfolgreiche Aktionen zu melden, damit sie als nachahmenswerte Beispiele Verbreitung fänden.

    Auch der Sekretär des Kolpingwerkes Deutschland, Ulrich Vollmer widmete einen Teil seines Grußwortes der Thematik. Er wies auf das Kolping-Netzwerk für Flüchtlinge hin, zu dem sich das Kolpingwerk Deutschland mit dem Verband der Kolpinghäuser (VKH) und dem Verband der Kolping-Bildungsunternehmen (KBU) zusammen getan hat. Die Kräfte der Unternehmen und der rund 2.500 Kolpingsfamilien in ganz Deutschland sollen gebündelt werden. Es geht darum, konkrete Hilfe zu leisten. Mit Bildungsangeboten sollen für alle Seiten Verständnis und Perspektiven geschaffen werden. Und auf politischer Ebene gilt es für gerechte Strukturen zu kämpfen – die selbstverständlich für alle Bürger gerecht sein müssen.

    Letztlich geht es also darum, die Gesellschaft mit zu gestalten und wenn nötig Mahner für bestimmte Themen zu sein.

    Hier reihten sich die beiden anderen großen inhaltlichen Punkte der Versammlung ein.
    Die Geschäftsführerin des Kolpingwerkes Litauen und des Kolping-Kollegs in Kaunas, Lina Kalibataite berichtete über die Bildungs- und Sozialarbeit für Kinder, Jugendliche und Erwachsene des Kolpingwerkes Litauen. Auf dem Hintergrund der christlichen Soziallehre werden im Kolping-Kolleg junge Erwachsene in verschiedenen Bereichen auf Fachhochschulniveau ausgebildet.

    Auch die Mitglieder der sozialen Selbstverwaltung in Krankenkassen, Rentenversicherungen usw. und die ehrenamtlichen Sozial- und Arbeitsrichter arbeiten letztlich an einer gerechten und solidarischen Gesellschaft mit. Aus diesem Grund warb Martin Plail, der Vorsitzende der rheinland-pfälzischen ACA (Arbeitsgemeinschaft christlicher Arbeitnehmerorganisationen) dafür, bei den Sozialwahlen 2017 zu kandidieren. Er berichtete von den verschiedenen Tätigkeiten der Mandatsträger. Anhand konkreter Beispiele zeigte Plail, wie wichtig Selbstverwaltung ist und wie sehr sie in konkreten Fällen helfen kann – so zum Beispiel in den Widerspruchsausschüssen der Krankenkassen. „Darum wählt nächstes Jahr, wenn ihr zum Beispiel von eurer Krankenkasse Unterlagen für die Sozialwahl bekommt.“

    Und selbst als es zum Ende um die Synode im Bistum Trier ging, passte alles zusammen. Die Essenz dessen, was die Synodale des Kolpingwerkes, Elke Grün sagte, galt doch irgendwie für alles mit, was über den Tag besprochen wurde:

    „Es geht darum, die Verantwortung, die wir als Christen in der Welt haben auch wahrzunehmen. Wenn ich überzeugt bin, dann muss ich davon reden! Und entsprechend handeln.“

    Julia Semmling

  • Fachpromotorin für Partnerschaft - Barbara Scharfbillig neue Mitarbeiterin Kolping-Bildungswerk in der Diözese Trier

    Barbara Scharfbillig Fachpromotorin Eine Welt
    Barbara Scharfbillig Fachpromotorin Eine Welt

    Im April startete Barbara Scharfbillig als neue Mitarbeiterin im Kolping-Bildungswerk in der Diözese Trier. Ihr Dienstsitz ist das Gebietsbüro Koblenz; dort ergänzt sie das Team von Petra Heusler und Erwin Jung.  Finanziert wird die neue Stelle der Fachpromotorin für Partnerschaft über eine Projektförderung des Entwicklungspolitischen Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz e.V. (ELAN).
    Das Fachpromotorenprogramm wurde länderübergreifend in Deutschland eingeführt mit dem Ziel entwicklungspolitische Themen und Anliegen in den Bundesländern in die Fläche zu tragen und Zivilgesellschaft, Institutionen, Bildungsträger, Wirtschaft und Handel sowie politische Akteure zu sensibilisieren. Zurzeit gibt es in Rheinland-Pfalz sieben Fachpromotoren und -promotorinnen für Umwelt und Entwicklung, Rohstoffe und Rohstoffpolitik, Migration und Entwicklung, ökosoziale Beschaffung (zwei Stellen) und Partnerschaft. Die Aufgabe der Fachpromotorin für Partnerschaft besteht im Kennenlernen und in der Vernetzung von Partnerschaften auf Landesebene, der Lobbyarbeit und dem Errichten einer Plattform für Partnerschaften in Rheinland-Pfalz. In diesem Rahmen wird Scharfbillig unsere Eine-Welt-Arbeit und die Partnerschaften mit Bolivien und Litauen von Koblenz aus unterstützen.

    „Ich freue mich sehr auf die Partnerschaftsarbeit bei Kolping. Für mich ist das eine neue Herausforderung, der ich mich gerne stelle. Als besonders beeindruckend empfinde ich das hohe Engagement von Ehrenamtlichen, die die Kolping-Partnerschaften mit Bolivien und Litauen beleben und gestalten.“, berichtet die gebürtige Triererin über ihren Arbeitsstart. Die studierte Erziehungswissenschaftlerin und Afrikanistik, die bisher für die Universität Köln und die Menschenrechtsorganisation Genocide Alert e.V. tätig war, ist zudem gelernte Krankenschwester und hat mehrere Auslandseinsätze in verschiedenen Ländern des südlichen Afrika absolviert.

    Im Koblenzer Kolping-Büro ist Barbara Scharfbillig mit einer 50%-Stelle tätig und unter barbara.scharfbillig(at)kolping-trier.de zu erreichen. Sie referiert auf Nachfrage gerne in den Kolpingsfamilien oder bei Treffen zu den Themen:
    -  „Faire Partnerschaft“,
    - „Kolpingpartnerschaften mit Bolivien und Litauen“ oder zu
    - „ Partnerschaftsarbeit in Namibia“.

    Wir freuen uns auf eine produktive Zusammenarbeit!

  • Kampagne zur Verdopplung der Weiterbildungsmittel

    Am 25.04.16 um 12.00 h begann die Kampagne der 7 staatlich anerkannten Weiterbildungsträger in Rheinland-Pfalz zur Verdopplung der Weiterbildungsmittel in dieser Legislaturperiode. Seit fast zwanzig Jahren sind die Weiterbildungszuschüsse in Rheinland-Pfalz nicht mehr erhöht worden. Nun wollen wir im Kontext der Koalitionsverhandlungen eine Verdopplung der Mittel erreichen. Daher haben wir eine Kampagne auf change.org gestartet.

    Wir bitten Sie/Dich herzlich um Unterstützung unserer Petition und um likes auf unserer Facebookseite:
    Petition auf change.org:
    https://www.change.org/p/parteien-der-koalitionsverhandlungen-in-rheinland-pfalz-weiterbildung-stärken-integrationslücke-schließen
    Webseite:
    www.rette-bildungskette.de
    facebook: 
    https://www.facebook.com/rettebildungskette/
    twitter:
    https://twitter.com/bildungskette

    Auch wir bei Kolping profitieren immer wieder von den Landes-Zuschüssen für Bildungsveranstaltungen. Darum beteiligen wir uns an der Kampagne der Weiterbildungsträger in Rheinland-Pfalz, die nach 20 Jahren Stillstand um eine Erhöhung der Mittel kämpft.

    Wir sagen im Namen aller, die Erwachsenenbildung machen und vor allem all derer, die daran teilnehmen ganz herzlich Dankeschön fürs Mitmachen!

Weiteres: