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Wahlen

Landtagswahl 2026

Demokratie ist fragil

Am 22. März 2026 wählt Rheinland-Pfalz einen neuen Landtag.

Demokratie braucht Menschen, die Haltung zeigen, Verantwortung übernehmen und sich im Kleinen und Großen einmischen. Als Verband bringen wir uns deshalb auch politisch in gesellschaftliche Debatten ein. Wir wollen Menschen motivieren und befähigen, Gesellschaft mitzugestalten. Und aus unserer demokratischen Überzeugung heraus rufen wir dazu auf, sich an der Landtagswahl zu beteiligen.

Weiterbildungsangebote von Kolping findest Du zum Beispiel hier

Um eine Idee zu bekommen, wen Du wählen willst, kannst Du Dich über verschiedene Wege informieren. Wir empfehlen, nicht sofort alles zu glauben und ein bisschen näher hinzuschauen. Gerade markige, scheinbar einfache Antworten sind oft nicht umsetzbar und verfälschen oft sogar Tatsachen.

Podiumsdiskussion Wahlen

Gute Möglichkeiten sind

  • Diskussionsrunden, bei denen Du Politker erlebst und etwas dazu hörst, wofür sie stehen.
    Der Landesverband hat am 27. Januar eine Online-Podiumsdiskussion veranstaltet, bei der Dr. Dennis Alt (SPD), Anette Moesta (CDU), Lisett Stuppy (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) und Steven Wink (FDP) ihre Positionen dargelegt haben.
  • der Wahlomat
    Der Wahl-O-Mat ist ein Online-Tool, das Dir hilft, herauszufinden, welche Partei am besten zu Deinen Ansichten passt. Übrigens: Wenn Du wissen willst, wie der Wahlomat entsteht, dann schau doch mal diesen Link an.

Die vier rheinland-pfälzischen Diözesanverbände des Kolpingwerkes haben gemeinsame Positionen mit Erwartungen und Wünschen an den künftigen Landtag und die künftige Landesregierung verabschiedet. 

Ein Land - vier Diözesanverbände: Limburg, Mainz, Speyer und Trier

Logo Kolping Landesverband Rheinland-Pfalz

Gemeinsam haben die vier Diözesanverbände im Landesverband Rheinland-Pfalz Positionen und Fragestellungen an die Politik formiliert zu Themen:

  • Handwerk
  • Bildung
  • Migration

Gern könnt Ihr sie bei Euren Diskussionsrunden nutzen oder an die Politiker*innen in Eurem Wahlkreis weiterleiten. 

Kolping – Mit dem Handwerk eng verbunden

Das Werk Adolph Kolpings hat seinen Ursprung bei der Unterstützung der Handwerksgesellen. Als gelernter Schuster kannte Kolping das Handwerk aus eigener Tätigkeit. In dieser Tradition engagiert sich das Kolpingwerk bis heute sehr aktiv im Handwerk, zum Beispiel für passende Arbeitsbedingungen, angemessene Verdienste und hochwertige Arbeitsergebnisse. Deshalb identifizieren sich viele Handwerker*innen mit den Werten des Verbandes.

Das Handwerk ist eine wichtige Säule der rheinland-pfälzischen Wirtschaft. 266.000 Menschen sind in über 55.000 Betrieben beschäftigt, in denen 18.000 Lehrlinge ausgebildet werden. Zusammen erwirtschaften sie einen Umsatz von ca. 37,9 Milliarden Euro. Das Handwerk in Rheinland-Pfalz ist überwiegend mittelständisch geprägt. 
(Quelle)

Das Handwerk ist eine tragende Säule der Wirtschaft und spielt eine Schlüsselrolle bei:

  • Fachkräftesicherung
  • Integration junger Menschen in den Arbeitsmarkt
  • Stärkung des ländlichen Raums
  • Förderung von Innovation und Digitalisierung; Transformation
  • Lebenslanges Lernen als Standortfaktor

Viele Unternehmen finden kaum Auszubildende und Fachkräfte. An den Hochschulen steigen die Zahlen der Studienabbrecher.

In der öffentlichen Diskussion ist häufig von „jedem Vierten“ die Rede, der sein Studium ohne Abschluss beendet. Manche Statistiken gehen auch von rd. 28 % der Bachelor-Studierenden in Deutschland und ca. 21% der Masterstudierenden aus, die ihr Studium ohne Abschluss beenden.


Folgende Fragen können im Rahmen von Diskussionsrunden gestellt werden:

  • Was man unternehmen muss, um die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung in Rheinland-Pfalz wirksam zu fördern?
  • Ziel 3 der Fachkräftestrategie 2022-2026 (sog. Ovaler Tisch) beschreibt, die duale Ausbildung zukunftsfest und attraktiv auszugestalten: Gibt es mögliche Lösungsansätze, gerade für Studienabbrecher, eine bessere Perspektive im Handwerk zu eröffnen?

Kolping steht für werteorientierte Bildung. Sie ist die Basis für eine gelingende Persönlichkeitsentfaltung, die Entwicklung sozialer Kompetenzen und eine gelebte Solidarität. Unsere Tätigkeit – ob in den verbandlichen Gruppen und Gemeinschaften oder in unseren Bildungseinrichtungen – fördert eine echte Herzens-, und Wertebildung (45).

Leitbild von KOLPING in Deutschland


Kurz gesagt: Bildung ist ein zentraler Bestandteil der Arbeit von KOLPING. Unter dem Leitgedanken von Adolph Kolping – „Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht der Mensch“ – bietet Kolping vielfältige Bildungs,- und Qualifizierungsangebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, von Kitas über Berufsausbildung bis hin zu Hochschulen und internationaler Entwicklungsarbeit an.
Bildung befähigt zudem den einzelnen Menschen dazu, aktiv und selbstbestimmt am gesellschaftlichen, politischen und beruflichen Leben teilzunehmen. In einer globalisierten Welt ist die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit eines Landes im weltweiten Marktgeschehen ein ebenfalls bedeutender Aspekt.


Folgende Fragen können im Rahmen von Diskussionsrunden gestellt werden:

  • Was lässt sich unternehmen, damit alle Jugendlichen, unabhängig ihrer sozialen Herkunft, in Schule und Ausbildung die gleichen Chancen haben?
  • Ist es vorstellbar, dass Bildungsinstitutionen (Uni-Campi, FHs, weiterführende Schulen) in ländliche Räume verlagert werden können u.a. auch, um die Wohnraumsituation in den Städten zu entschärfen?
  • Wie können zur Vermeidung von langen Schulwegen die Dorfschulen gestärkt und die schultragenden Kommunen finanziell besser ausgestattet werden?
  • Wie kann die personelle und materielle Ausstattung in allen Schulformen, Kindergärten und Kindertagesstätten gesichert werden?
  • Wie möchten die Parteien dem Mangel an Fachpersonal in der beruflichen Aus,- Fort,- und Weiterbildung, aber auch in der sozialpädagogischen Betreuung begegnen?
  • Wie kann Unterrichtsausfall in den Schulen vermieden bzw. reduziert werden?

Im Höhepunkt der Flüchtlingskrise hat KOLPING Deutschland die Kolpingsfamilien und ihre Mitglieder aufgerufen, sich aktiv mit den Kommunen, den Kirchengemeinden, den freien Initiativen und Institutionen der Wohlfahrtspflege für die Geflüchteten einzusetzen.

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken, in dem auch KOLPING Deutschland vertreten ist, hat bereits vor Jahren ein umfassendes europäisches Konzept für den Umgang mit der gegenwärtigen Flüchtlingssituation gefordert, das wirksame Rettungsprogramme, ein entschiedenes Vorgehen gegen Menschenhandel und verbrecherische Schleuser, die Verbesserung der Lebensperspektiven in den Herkunftsländern und auch die gerechte Verteilung zwischen den europäischen Staaten umfassen muss.

Die aktuellen Asylzahlen zeigen einen Rückgang.

  • Die Zahl der Erstanträge auf Asyl ist 2025 laut Bundesinnenministerium um 51 % gegenüber 2024 und um 66 % gegenüber 2023 gesunken.
  • Die Bundesregierung führt dies auf eine „Migrationswende“ zurück: strengere Grenzkontrollen, mehr Rückführungen, Einschränkungen beim Familiennachzug und die Abschaffung der Turboeinbürgerung.

Nach Auffassung des Kolping-Landesverbandes spielen darüber hinaus ggf. auch externe Faktoren, wie z. B. das Ende des Bürgerkrieges in Syrien oder eine verbesserte Lage in den bisher größten Asylherkunftsländern eine Rolle.

Für die Zukunft wirken ggf. auch die Beschlüsse der Europäischen Union vom Dezember 2025, die es demnächst erlauben, Abkommen mit Drittstaaten über die Rücknahme von Migrant*innen zu schließen.


Folgende Fragen können im Rahmen von Diskussionsrunden gestellt werden:

  • Was hat sich in den letzten Jahren hier getan?
  • Welche Maßnahmen müssen in den Herkunftsländern noch getroffen werden, um die Fluchtursachen bekämpfen zu können?
  • Welche Änderungen in der eigenen Handels-, Wirtschafts- und Finanzpolitik sind angezeigt?
  • Was muss sich in der Entwicklungszusammenarbeit auf der politischen Ebene verändern, damit Wirkungen in den Herkunftsländern erzielt werden können?
Banner mit Kolping Logo und dem Text 'zusammen Demokratie stärken'.

Werben für Demokratie

Bitte werbt für die Demokratie! Geht wählen und motiviert andere dazu.
Wenn Ihr ein Demokratie-Banner habt, dann hängt es auf.
Wir sagen allen Danke, die für Demokratie werben und über die Banner oder die Wahl-Bilder unten Position beziehen. Kommt ins Gespräch mit dem Menschen in Eurer Kolpingsfamilie und in Eurem Umfeld. Denn: Wer nicht wählt, für den entscheiden andere.

Bilder - Aufruf zur Wahl

14 Bilder

Schon zur Bundestagswahl haben Kolping Deutschland und Kolping Trier Bilder gestaltet, die zur Wahl aufrufen.
Du kannst sie für Briefe, Broschüren oder für Social Media nutzen. So machen wir alle darauf aufmerksam, wie wichtig es ist, wählen zu gehen.