Newsletter Januar 2026:Der Impuls am Schluss

"Wie werden die Wahlen ausfallen? So fragt sich jeder wirklich patriotische Bürger, so fragt mit gespannter Erwartung einer den anderen. Denn von dem Ausfall der Wahlen hängt viel, sehr vieles ab, entweder für das wahre Wohl und Gedeihen unseres gemeinsamen Vaterlandes oder auch zum Schaden und Nachteil. Wir antworten auf die Frage mit einem sehr landläufigen Sprichwort: »Wie man's treibt, so geht's.«
Wie man wählt, so fallen die Wahlen aus. Ihr Ergebnis hängt also von dem ernsten, guten Willen oder der Schläfrigkeit und Gleichgültigkeit der Wähler ab. Hier ist die Gelegenheit, wo jeder, der zum Wählen berechtigt ist, auch das Seinige direkt zum gemeinsamen Wohl des Vaterlandes beitragen kann, und weil er es kann, auch soll, die Pflicht nämlich dazu hat."
Adolph Kolping im Jahr 1858
Nach der deutschen Revolution 1848/49 war das Wählen eine neue Form der Beteiligung für Bürger und Kolping sah darin eine Verpflichtung. Sich einmischen, mitentscheiden und mitgestalten zur Verbesserung der Lebenssituation der Menschen, das trieb Kolping in seinem Handeln an. Für ihn war es die Verwirklichung eines Lebens aus dem Evangelium: das Beste geben und alles tun, um das Reich Gottes auf Erden zu verkünden und spürbar zu machen.
Auch heute haben wir alle die Wahl, jeden Tag, nicht nur politisch. „Tun wir nach besten Kräften das Beste, und Gott wird das Gute nie ohne Segen lassen.“ (Adolph Kolping, Rheinische Volksblätter 1857)
