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Ein Festtag für die Kolpingsfamilie Andernach

Trotz der Hitze hatten sich viele Mitglieder und etliche Ehrengäste zur 170-Jahr-Feier der Kolpingsfamilie eingefunden, um in entspannter Atmosphäre bei Kaffee, Kuchen und Kaltgetränken ein paar gesellige Stunden zu verbringen. Kolpingfahnen geleiteten sie vom Vorplatz in den Pfarrsaal von St. Stefan. Dort boten einige Schautafeln Einblicke zur Geschichte und zur Gegenwart der Andernacher Kolpingsfamilie.
Bei der Geschenkübergabe (v. l.): Elke Grün, Elisabeth Meyer-Geisen, Präses René Unkelbach, Martin Busch
Datum:
26. Juni 2026
Von:
Wolfgang Redwanz
Blick in den mit Wimpelketten geschmückten Festsaal, Kolpingmitglieder und Gäste sitzen an Tischen.

Beigeordneter Heribert Zins überbrachte Glückwünsche der Stadtverwaltung und wies dabei humorvoll auf seine Gespräche zu wichtigen Projekten mit Kolpingmitgliedern hin, insbesondere mit Heinz König und Georg Manthey, beide frühere Vorsitzende der Kolpingsfamilie.

Als Mitglied das Leitungsteam begrüßte Martin Busch alle Anwesenden, insbesondere Monsignore Ottmar Dillenburg, der einige Jahre Priester in Andernach und danach Diözesan-, Bundes- und Generalpräses im Kolpingwerk war, die Landtagsabgeordnete Anette Moesta und Elke Grün vom Vorstand des Diözesanverbandes. Er ging dann auf Stationen der Andernacher Kolpingsfamilie ein. Wer weiß in Andernach schon, dass 1893 aus dem Raucherclub des Vereins die Fidelitas Blaue Funken entstand – ein Beispiel, wie lebendig und prägend das Engagement war.

Nach dem Zweiten Weltkrieg "… zeigte sich der soziale Auftrag unserer Kolpingsfamilie besonders eindrucksvoll im Wohnungsbau. Mit den Kolpingsiedlungen in der Südstadt, in der heutigen Kolpingstraße, in der Bodelschwingstraße, in der Tannen- und Fichtenstraße, in der Theodor-Heuss-Straße, am Birkenring und später am Hasenfänger entstanden Wohnungen und Häuser für viele Familien." Mit dem Schlussgedanken brachte Martin Busch Zuversicht zum Ausdruck: "Die Formen werden sich verändern, so wie sie sich in den vergangenen 170 Jahren immer wieder verändert haben. Aber solange Menschen bereit sind, füreinander einzustehen und den Gedanken Adolph Kolpings weiterzutragen, hat Kolping Zukunft – auch hier in Andernach."

Elke Grün fügte ihrem Glückwunsch ein Bild von Adolph Kolping - mit viel Grün - als Geschenk hinzu. Im Rahmen der Feier wurde Hermann-Josef Retterath für seine 50-jährige Mitgliedschaft geehrt.

Den feierlichen Abschluss bildet die Vorabendmesse in St. Stephan um 17 Uhr, die von Monsignore Ottmar Dillenburg gemeinsam mit Präses René Unkelbach und Thomas Gerber, dem früheren Diözesanpräses, gehalten wurde. Ottmar Dillenburg schlug insbesondere in der Predigt einen Bogen vom biblischen "Fürchtet Euch nicht" zu Adolph Kolping und den damaligen und heutigen Herausforderungen.