„Demokratie geht nur von unten“

Dabei wirbt Meurer für eine Kirche, die Verantwortung teilt, unterschiedliche Lebenswirklichkeiten anerkennt und sich konsequent an den Bedürfnissen der Menschen orientiert. Für Meurer beginnt Demokratie nicht erst bei Wahlen. Sie sei vielmehr eine Lebensform, die von Beteiligung, Respekt und dem Gefühl lebe, gehört zu werden. Demokratie müsse vor Ort gelernt und erlebt werden, etwa in Kirchengemeinden, Vereinen oder Jugendgruppen.
Mit Blick auf aktuelle Reformdebatten plädiert der Kölner Sozialpfarrer dafür, von der Wirklichkeit der Menschen auszugehen. Die Gleichberechtigung von Frauen und Männern, die Anerkennung unterschiedlicher Lebensformen sowie ein glaubwürdiger Umgang mit Macht und Geld seien wichtige Voraussetzungen für eine zukunftsfähige Kirche.
Im Gespräch knüpft Meurer immer wieder an die Ideen Adolph Kolpings an. Christlicher Glaube zeige sich nicht zuerst in Worten, sondern im konkreten Handeln. „Tätige Liebe heilt alle Wunden, bloße Worte mehren nur den Schmerz“, zitiert er den Verbandsgründer.
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