Newsletter Oktober 2026:Der Impuls am Schluss

Weltspartag
Ich erinnere mich noch an meine Kinder- und Jugendzeit, als ich am Weltspartag mit meiner Spardose zur Bank gegangen bin und nach der Einzahlung aufs Sparbuch ein kleines, manchmal kuschliges, manchmal nützliches Geschenk erhalten habe als Ansporn, im nächsten Jahr wiederzukommen. Und dann erinnere ich mich an den Anfang meines Berufslebens als Kassiererin in einer Bankfiliale, dass ich immer am Weltspartag viele, sehr viele Münzen zählen und rollen musste.
Zu den Stichworten Sparen und Vorräte anlegen fällt mir die Geschichte aus der Feder von Leo Leoni über die kleine Maus Frederick ein. Sie sammelt ganz besondere Vorräte: Sonnenstrahlen, Farben und Wörter, die in den tristen und kalten Wintertagen die ganze Mäusesippe erfreuen. Und dann fällt mein Blick auf Fotoalben, die mein Vater liebevoll für uns Kinder angelegt hat als Erinnerung an Familienurlaube, Feiern und Lebensstationen wie Taufe, Einschulung oder Erstkommunion. Heute scrolle ich durch die Fotos auf meinem Handy und mir kommt all das Schöne, das ich erlebt habe, wieder in den Sinn.
Es ist wie ein Weltspartag für schöne Erinnerungen und Momente auf unseren Lebenskonten. Das sammeln wir, um in schweren Momenten Aufheiterung oder Mut oder neue Kraft zu tanken.
Fragen wir uns doch mal ganz bewusst: Wie oder wo finde ich solche Kraftoasen? Und teile ich sie mit anderen, die eine Aufmunterung brauchen?
Und: Auf was in meinem Leben kann ich gut oder würde ich liebend gern verzichten? Das tägliche Chaos im Berufsverkehr, Streit in der Familie, immer erreichbar zu sein …
Vielleicht können wir so aus dem Weltspartag hin und wieder auch einen Welt-er-spartag machen und im übertragenen Sinn das ganze Münzgeld, das uns lästig und schwer in die Taschen liegt, wegbringen und aus unserem Alltag verbannen.
